Kategorie: Web analytics

Logfile Analyse

Die Logfile-Analyse gibt Betreibern von Websites detailliert Auskunft über Anzahl, Art, Herkunft und Verhalten ihrer Besucher. Zur Auswertung werden die vom Webserver generierten Logfiles herangezogen. Anhand der Logfiles können beispielsweise Rückschlüsse auf den Erfolg von Marketingaktivitäten gezogen werden. Sie ermöglichen zudem, die Struktur einer Website auf Fehler hin zu überprüfen und sie mithilfe der bei der Analyse gewonnenen Erkenntnisse zu optimieren.

Logfiles auswerten

Bei kleinen Websites mit einem überschaubaren Besucheraufkommen ist eine Logfile-Analyse durchaus noch von Hand möglich. Soll jedoch ein größerer Zeitraum oder eine Website mit vielen Besuchern analysiert werden, lässt sich die Logdatei kaum mehr ohne technische Hilfe auswerten. In diesem Fall kommen spezielle Analyse-Tools zum Einsatz, welche die Logdatei vom Server auslesen und in Form von Diagrammen und Tabellen aufbereiten. Hierbei gibt es sowohl webbasierte Programme als auch Desktop-Software. Ein beliebtes Tool, um Logdateien kleinerer Projekte auszuwerten, ist Excel.

Datenlieferant Logfile

Abhängig von der Konfiguration des Webservers beinhaltet die Logdatei unterschiedlich umfangreiche Daten zu den Besuchern einer Website. In der Regel liefert sie unter anderem Auskunft zu:

– der IP-Adresse und dem Hostnamen eines Nutzers
– dem verwendeten Browser und Betriebssystem
– dem Referrer beziehungsweise Verweis
– den aufgerufenen Seiten eines Nutzers
– dem Zeitpunkt des Zugriffs
– der Dauer des Besuchs
– der Art der Anfrage (GET oder POST)
– der Antwort des Servers (zum Beispiel: 200 oder 404)

Anhand des Hostnamens lässt sich der Provider und damit das Herkunftsland des Nutzers ermitteln. Verlässlicher ist es jedoch, die IP-Adresse mit einer Geolocation-Datenbank abzugleichen. Auf diese Weise können das Land, die Region und sogar der Wohnort des Nutzers ermittelt werden.

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Vorteile der Logfile-Analyse

Einer großer Vorteil der Logfile-Analyse ist, dass die sensiblen Nutzerdaten einer Website nicht an einen Drittanbieter wie Google Analytics übergeben werden müssen. Der Betreiber behält somit stets die volle Kontrolle über seine Zahlen. Ein wesentlicher Vorteil ist auch, dass Nutzer auch dann gezählt werden, wenn sie Analyse-Tools wie Analytics über Programme wie beispielsweise Ghostery blockieren. Denn Cookies, Flash oder JavaScript, wie sie häufig von Analyse-Tools zum Tracking genutzt werden, sind für das Erzeugen von Logfiles nicht nötig.

Nachteile der Logfile-Analyse

Die Besucherzählung kann bei der Logfile-Analyse ungenau ausfallen. Grund dafür sind Nutzer, die mit einer dynamischen IP-Adresse surfen. Sie werden bei jedem Aufruf als neuer Nutzer gezählt, was die Besucherzahlen verfälscht. Auch Bots und Web-Crawler, die sich als Nutzer tarnen, können die Besucherzahlen künstlich in die Höhe treiben. Zudem liefern Logfiles keine Auskunft über wichtige Leistungskennzahlen wie beispielsweise die Absprungrate einer Website.

Weitere Informationen und Links

https://www.e-teaching.org/didaktik/qualitaet/logfile
https://www.w3.org/WCA/loganalysis-tools.html
http://www.analyticsmarket.com/blog/google-analytics-vs-log-files