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mso digital
mso digital

Hier erfährst Du, was sich aktuell in der digitalen Paid Advertising Szene tut. Wir fassen für Dich Aktuelles zu den Themen PPC, TKP, CPO & Co. zusammen.

Was Du zu Google Ads, Facebook, Instagram und Entwicklungen der Branche wissen solltest:

Juli 2021

Instagram Reels Ads: Weltweit offizieller Start

Nachdem die Reels Ads zunächst nur in einigen Ländern getestet wurden, sind sie seit Mitte Juni für alle Advertiser weltweit verfügbar. Somit bietet nun auch Instagram die Monetarisierung im beliebten Kurzvideoformat an. Die Ads werden in allen Bereichen ausgespielt, in denen Reels angezeigt werden. Konkret heißt das im Reels Tab, Reels im Feed, Reels in Stories und Reels in Explore.
Und wie ist das Format? Die Reels Ads können bis zu 30 Sekunden lang sein und sind im vertikalen Vollbildformat angelegt. Falls Advertiser schon Anzeigen für TikTok erstellt haben, sind diese jetzt auch bei Instagram nutzbar. User können sie auch, wie reguläre Reels, kommentieren, speichern, teilen und natürlich liken.
Vorteil laut Instagram: Marken können sich in einem inspirierenden und unterhaltsamen Umfeld platzieren, in der User neue Marken entdecken.
Bei der Auswahl der Platzierung im Werbeanzeigenmanager besteht nur die Möglichkeit, Reels alleine auszuwählen oder in Kombination mit Instagram Stories. Das solltest Du für die Planung Deiner Kampagnen wissen.
Instagram Reels Ads - PPC News mso digital
Auswahl der Platzierung für Instagram Reels Ads im Werbeanzeigenmanager.

Quelle: Instagram
Bildquelle: Facebook

Neue E-Commerce Funktionen bei Facebook angekündigt

Facebook macht weitere Schritte im Social Shopping. Dabei liegt der Fokus auf Personalisierung in der Customer Journey.
Marc Zuckerberg persönlich hat bei Facebook in einem Live Audio Room folgende Punkte angekündigt.
  • Auf Instagram ist ab sofort weltweit Werbung mit Product-Tags verfügbar
  • Auch weltweit verfügbar: die Beta für Dynamic Ads mit „Format and Destination Automation“
  • Unternehmen mit Shops können nun auch global bei Instagram und Facebook „Shopping Custom Audiences“ nutzen
Außerdem wurden weitere Targeting Möglichkeiten bei Collaborative Ads, wie Targeting auf Nutzer:innen, die Interesse bekundet haben, angekündigt. Und die Möglichkeit der Bewerbung von organischem Creator Content mit Zielseite auf das Unternehmen.

Weitere neue Funktionen

Das war noch nicht alles. Folgende Funktionen, die zunächst noch nicht in Deutschland verfügbar sein werden, stehen auch in der Pipeline:
  • Test in den nächsten Monaten in den USA: Instagram Visual Search powered by Facebook AI
  • Auch in den USA: AR Dynamic Ads
  • Shops bei WhatsApp: Bald können in einigen Ländern Unternehmen ihren gesamten Shop in WhatsApp präsentieren

Neue Bilderweiterungen in Google Ads

Um Anzeigen noch präsenter zu gestalten, hat Google Ende Mai weltweit die sogenannten Bilderweiterungen ausgerollt. Mit Bilderweiterungen können Unternehmen ihre Anzeigen visuell mit Bildern, zum Beispiel von Produkten oder Dienstleistungen, ergänzen. Diese neue Variante der Erweiterung soll die Klickraten verbessern. Die ersten Erfahrungen bestätigen die Verbesserung.
Die neuen Bilderweiterungen in Google Ads.
Google bietet hierbei zwei Möglichkeiten der Bilderweiterungen. Beide können unter dem üblichen Reiter „Erweiterungen“ im Google Ads Interface ausgewählt werden. Bei der ersten Variante können manuell Bilder hochgeladen werden und somit aktiv den Kampagnen bzw. Adgroups zugeordnet werden.

Bei der zweiten Variante handelt es sich um dynamische Bilderweiterungen. Hier werden automatisch passende Bilder von den Landingpages ausgewählt und den Anzeigengruppen hinzugefügt. Dennoch ist es möglich, die Bilder anzusehen und die zu entfernen, die nicht ausgespielt werden sollen. Aktuell sind die dynamischen Bilderweiterungen nur in englischer Sprache verfügbar. Google empfiehlt, sobald es möglich ist, sowohl die Bildererweiterungen als auch die dynamischen Bilderweiterungen zu nutzen. Bei der Ausspielung werden die nicht-dynamischen Bilderweiterungen priorisiert.

Facebook – Click to Call Ads (Anrufanzeigen)

Für Unternehmen, die Produkte vertreiben, die sehr erklärungsbedürftig sind oder die vornehmlich Kund:innen haben die telefonisch bestellen, Informationen erfragen oder eine Terminvereinbarung vornehmen wollen, wäre Click-to-Call Ads zu testen, eine spannend Möglichkeit. Dabei erscheint in der Anzeige ein Jetzt anrufen-Button. Die Möglichkeit, die Telefonnummer hinzuzufügen, ist nur bei den Kampagnenzielen „Leadgenerierung” und „Traffic” möglich. Sobald der Facebook User die Ad klickt, wird eine Wählhilfe angezeigt und die festgelegte Telefonnummer. Nun wird der User aufgefordert die Nummer anzurufen. Möchte der User nicht anrufen, besteht die Möglichkeit den Bildschirm zu verlassen.
Bei dem Kampagnenziel „Traffic” werden die Ads auf Link-Klicks optimiert. Im Interface wird dann die Anzahl der Personen angezeigt, die die Ad geklickt haben. Beim Kampagnenziel „Leadgenerierung” werden die Ads auf Anrufe optimiert. Es wird die geschätzte Anzahl der Anrufbestätigungsklicks angezeigt. Hier handelt es sich lediglich um einen Schätzwert, der von den tatsächlichen Anrufen abweichen kann.
Quelle: Facebook

Performance Max Campaigns

Die Perfomance Max Kampagne verfolgt das Ziel, durch eine einzige Kampagne in allen Google Kanälen mit Anzeigen präsent zu sein. (YouTube, Display, Search, Discover, Gmail und Google Maps). Die Perfomance Max Kampagne kann neben den Standard Searchkampagnen laufen. Sie wird über Smart Bidding gesteuert und verfolgt das Ziel, den Umsatz und die Sales in Echtzeit und über mehrere Kanäle hinweg zu steigern. Die Kampagneneinstellungen sind begrenzt, aber neben der Auswahl des Kampagnenziels wie Umsatz oder Conversions, können Creatives, Texte, Audience Signals und wenn vorhanden ein Daten Feed hinzugefügt werden. Google nutzt bei der Ausspielung die Signale und die Technologien wie Bidding, Budget Optimierungen, Zielgruppen, Creatives, Attribution und vieles mehr.
Dieser Kampagnentyp ist sinnvoll, wenn zum Beispiel bestimmte Ziele erreicht werden sollen, wie die Erhöhung der Online Verkäufe oder Leadgenerierung, die Performance verbessert werden soll und es dabei keine Rolle spielt, in welchen Kanälen die Ads erscheinen.
Aktuell ist dieser Kampagnentyp noch in der Beta Phase und nicht für alle Werbetreibenden verfügbar. Interessenten könnten sich aber dafür bei ihrem Google Kontakt freischalten lassen.
Quelle: Google

Updates bei Microsoft Ads

Auch bei Microsoft Advertising gab es in den letzten Wochen einige Neuerungen und einige angekündigte Updates.
  • Zunächst nur in den USA: Similar Audiences. Benötigt werden dazu 300 oder mehr Nutzer:innen auf einer Remarketing Liste. Ein Import aus Google Ads wird dabei auch möglich sein.
  • Import Google Merchant Center: Dies ist eine geschlossene Beta, die den Import des Google Merchants Centers ermöglicht. Dabei wird automatisch ein Microsoft Merchant Center mit demselben Namen, den Einstellungen und der Domain erstellt. Das vereinfacht den Prozess, Shopping Kampagnen zu erstellen.
  • Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung: Google Ads Import in drei Schritten. Einloggen, Account wählen und Import starten – so einfach soll es werden. Dabei soll Microsoft Ads die Kampagnen automatisch optimieren und die richtigen Einstellungen wählen. Für alle Advertiser, die die Kontrolle (noch) nicht abgeben wollen, sind noch die üblichen Import-Einstellungen verfügbar.
Spannend sind die Updates bei Microsoft auf jeden Fall. Auch wenn die Similar Audiences noch nicht in Deutschland verfügbar sind – lange dauern dürfte das aber nicht mehr. Der vereinfachte Import ist natürlich auch für alle Advertiser spannend, die bisher noch nicht bei Microsoft Ads starten konnten.
Autorin

Autorin

Natalja Hergenreiter

PPC Agentur mso digital

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Juni 2021

Google Ads Kundenlisten: Sofort verfügbare Abgleichsrate

Erhobene Kund:innendaten bei Google Ads hochzuladen, gewinnt immer mehr an Relevanz im Google-Kosmos. So wird es Werbetreibenden nun noch einfacher gemacht zu bewerten, wie gut die Datenqualität der hochgeladenen Kontaktliste ist. Ab sofort wird nämlich beim Hochladen der Liste angezeigt, wieviel Prozent der Kund:innendaten erfolgreich abgeglichen werden konnten. So können Formatierungsfehler schneller gesehen und dementsprechend behoben werden.

Quelle: Google

Google Ads Editor: Benutzerdefinierte Aktionen

Um immer wiederkehrende Aufgaben schneller bearbeiten zu können, wurde dem Google Ads Editor nun eine neue Funktion namens “Benutzerdefinierte Aktionen” spendiert. Die Aktion wird als eine Reihe von Befehlen verstanden, die auf einmaligem Knopfdruck die Reihenfolge der Befehle bearbeitet. So ist es beispielsweise möglich, das Jahr in einem Anzeigentext zu ändern und den Anzeigentexten dann ein entsprechendes Label zu geben. Noch ist die Auswahl der durchführbaren Aktionen sehr beschränkt, wird aber sicherlich in Zukunft weiter ausgebaut.
Für die operative Kampagnenbetreuung kann das viel Zeit ersparen, da die Aktionen auch in andere Konten kopiert und ausgeführt werden kann.
Google Ads Editor
Quelle: Eigener Screenshot Paid Advertising Team, mso digital

Google Ads – Update für universelle App-Kampagnen und Hub für App-Werbung

Universelle App-Kampagnen sollen laut Aussage von Google bald eine Reihe von neuen Möglichkeiten bieten. Ab Juni soll es möglich sein, die Ausrichtung der Kampagne auch für Desktop vorzunehmen. Somit können User die Anzeigen auch beim Suchen oder auf Websites des Google Display Netzwerkes (GDN) sehen und klicken. Über die Geräte-Reports im Google Ads Konto kann der Desktop Traffic entsprechend ausgewertet werden.

Als weiteres Update nennt Google die Möglichkeit, zukünftig in Google Analytics for Firebase SDK Ereignisse einzurichten. Der Analytics Tracking Code kann oftmals ohne Code-Anpassungen tracken, was eine Neuheit darstellt. Dies vereinfacht die Erstellung von Ereignissen deutlich.
Google hat in den Google Ads Accounts ein neues Tool gelauncht – das Hub für App-Werbung. Der darunter zu findende Deep Link Validator überprüft, ob App Deeplinks funktionieren und auch in der App gefunden werden. Eine weitere praktische Funktion ist, dass das Tool prüft, wieviel Prozent der Deeplinks nicht funktionieren und bearbeitet werden sollten. Zudem soll mit dem Deep Link Impact Calculator aufgezeigt werden, welchen Einfluss App-Deeplinking auf die mobile Kampagnen Performance haben könnte, im Vergleich zum Linking auf die Website. Diese Option wird wohl nach und nach ausgerollt.

Microsoft Ads: Facebook Import und Kundenlisten Upload

Facebook Import

Die Möglichkeit bei Microsoft Ads die bestehenden Google Ads Kampagnen zu importieren, besteht schon seit einer geraumen Zeit. Nun gibt es die selbe Möglichkeit auch für bestehende Facebook Ads. Dabei wird die Kampagnenstruktur übernommen, allerdings nur einfache Bild Anzeigen von Facebook. Karussell, Videos etc. werden (noch) nicht unterstützt.
Besonders interessant ist das ganze für das Audience Network von Microsoft. So kann es relativ schnell bespielt werden, da die Anzeigen und Texte schon vorhanden sind.
Quelle: Microsoft
Mehr Informationen zu den Bestandteilen die aus den Facebook Kampagnen importiert werden, findest Du ebenfalls im Microsoft Support Center.

Kundenlisten Upload

Microsoft geht immer mehr Schritte, um das Audience Network attraktiver zu machen. Nun ist es möglich, eine Kundenliste hochzuladen, um Kund:innen in einer Zielgruppe zu speichern. Dafür müssen die E-Mail Adressen in einer CSV-Datei vorliegen. Die Liste muss mindestens 300 aktive E-Mail-Benutzer:innen enthalten, damit sie für das Suchnetzwerk und das Audience Network genutzt werden kann.
Noch befindet sich die Funktion in der offenen Beta-Phase, kann aktuell aber noch nicht in der EU, Vereinigtes Königreich und China eingesetzt werden.
Quelle: Microsoft

Facebook: Analytics abgeschaltet & Auswirkungen des iOS 14.5 Updates

Auswirkungen des iOS 14.5 Updates

Ein kurzes Update zu den grundlegenden Veränderungen bei  iOS 14.5 und Facebook Advertising: Am 26. April wurde das Update ausgerollt. Ernüchternd ist die nun bekannt gegebene OptIn-Rate für die USA. Diese liegt bei den US-iPhone Usern gerade einmal bei 4%. Weltweit liegt die OptIn-Rate aktuell bei 12%.

Mehr zum iOS 14.5 Update!

Bist Du an weiteren Insights zum Thema „iOS 14 vs. Facebook Advertising – Was jetzt zu tun ist?“ interessiert? Dann lies unseren Fachartikel hierzu!

Facebook Analytics: Ab dem 30. Juli 2021 nicht mehr verfügbar

Ende März wurde bekannt gegeben, dass Facebook Analytics zum 30. Juli 2021 eingestellt wird.  Falls Du Facebook-Analytics in der Vergangenheit genutzt hast oder es aktuell tust, solltest Du folgendes berücksichtigen:

  • Lade Dir die Daten aus Facebook-Analytics als spätere Referenz herunter. Du hast noch bis Ende Juni die Möglichkeit, Berichte, Grafiken und Tabellen zu exportieren und Dir somit Insights zu sichern.

Unter dem Hilfebereich für Unternehmen weist Facebook darauf hin, alternativ die Facebook Business Suite, den Werbeanzeigenmanager und den Events Manager zur Analyse zu nutzen.

Autor

Autor

Sergej Saschenin

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Mai 2021

Apple iOS 14.5 ist live

Was sich schon vor geraumer Zeit angekündigt hatte, ist nun Realität: iOS 14.5 wird mit dem Start in die letzte Aprilwoche auf sämtlichen Apple-Geräten bereitgestellt. Wie bereits in den vergangenen Wochen zu lesen war, wird damit die “App Tracking Transperency” (ATT) aktiv, sodass jeder Nutzer künftig gefragt wird, ob Tracking erlaubt sein soll. Somit werden dann auch ab dem Release-Zeitpunkt sämtliche Online Marketing- und Targeting-Maßnahmen für Werbetreibende deutlich erschwert.

Instagram verliert bei der Jugend

Als Facebook den Milliardendeal mit Instagram im Jahr 2012 abschloss, erhoffte sich der Konzern wieder mehr Verbindung zur jungen Zielgruppe herstellen zu können. In den vergangen Jahren galt Instagram auch stets als Platzhirsch bei Teenagern, aber das Blatt scheint sich von Jahr zu Jahr mehr zu wenden.
Was vor einigen Jahren bei Facebook begonnen hat, trifft nun auch den kleinen Bruder Instagram: die jungen Nutzer rennen weg bzw. treten dem Instagram-Kosmos gar nicht erst bei, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschers Toluna für die Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor nun aufzeigt.

Zwar konnte Instagram seine Marktposition über fast alle Altersgruppen weiter ausbauen, bei den 16 bis 19-jährigen ist aber ein Negativtrend zu erkennen. Nach Jahren mit starkem Wachstum verliert Instagram unter den Jüngsten mit einem Schlag elf Prozentpunkte. Mit einem Anteil von 80 % der Instagram-Nutzer:innen in dieser Altersgruppe erreicht Instagram zwar nach wie vor einen hohen Wert, fällt damit aber hinter die Altersgruppe der 20 bis 29-jährigen (82 %) zurück.

Es zeichnet sich insgesamt also eine ähnliche Entwicklung ab, wie bei Facebook vor einigen Jahren. Auch hier haben sich die jungen Nutzer:innen von der großen Plattform abgewendet und nach neuen Möglichkeiten gesucht, die ihren Bedürfnissen mehr entsprechen. Zudem bietet der Markt auch immer neue Plattformen wie z.B. TikTok und Snapchat – , die mit ihren kreativen Ideen junge Nutzer:innen an die Geräte locken.

Diese Entwicklung zeigt insgesamt, dass es für Werbetreibende nicht mehr ausreicht, sich auf eine Plattform als Universallösung zu fokussieren, wenn eine breite Masse adressiert werden soll. Stattdessen müssen Advertiser:innen klare Strategien entwickeln und sich mit den Interessen ihrer Zielgruppen intensiv auseinandersetzen, um diese über die richtigen Kanäle anzusprechen.

TikTok: Personalisierte Werbung & neue Anzeigenformate

Personalisierte Werbung bei TikTok

TikTok macht es wie Facebook, Twitter, Snapchat und Co: Seit dem 15. April 2021 werden auf der Plattform personalisierte Ads ausgespielt. Dafür haben die Werbeeinstellungen auf der Plattform ein automatisches Update erhalten.
Seit dieser Neuerung wird Nutzer:innen standardmäßig Werbung ausgespielt, die auf den Daten basiert, die TikTok nach ihrem Nutzerverhalten in der App gesammelt hat. Dies konnte bis zum 15. April noch ausgeschlossen werden. Inzwischen ist die Zustimmung der Verwendung der eigenen Daten zu Werbezwecken per Default in der App eingestellt.

Die Nutzenden haben jedoch weiterhin die Möglichkeit, die personalisierten Anzeigen in den Einstellungen in der App zu deaktivieren und zurück zu generalisierten Werbeanzeigen zu wechseln. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass dies ein Großteil der Nutzer:innen nicht tun wird, da die Ankündigung einen Monat vor dem Update kommuniziert wurde, sodass viele die Ankündigung bis dahin wieder vergessen haben dürften.
Eine Ausnahme bilden Nutzer:innen in der Europäischen Union, da sie von der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geschützt sind. Die DSGVO macht einen Opt-In verpflichtend. Europäische Nutzer:innen müssen also auch in Zukunft der personalisierten Werbung bewusst zustimmen.

Durch diese Neuerung sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, die Nutzer:innen, die ihnen wichtig sind, auf kreative und bedeutsame Weise zu erreichen und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer:innen zu respektieren. Nutzenden, die sich oft Inhalte bestimmter Profile anschauen, wird in Zukunft nun also vermehrt Werbung für z.B. Marken dieser Profile angezeigt.
Quelle: adseed

TikTok Ads: Neue Anzeigenformate

Bei TikTok gibt es positive Nachrichten für alle Werbetreibenden. TikTok plant seine E-Commerce Möglichkeiten weiter zu vergrößern und bietet Advertisern demnächst weitere Optionen der Bewerbung auf der Plattform. Konkret können demnächst neue Anzeigenformate geschaltet werden. Offiziell bestätigt sind diese Änderungen noch nicht, jedoch wurden unterschiedliche Pitch-Decks von TikTok an Advertiser in den USA geleakt. Demnach fokussiert sich TikTok dabei besonders auf das In-Stream Shopping und versucht dadurch sein Umsatzpotenzial zu maximieren.
Die erste neue Option sind “Collection Ads”, mit denen Marken ihre Produktkataloge und Werbevideos kombinieren können, um Nutzer:innen zu relevanten Produkten aus ihren Videos zu führen. Collection Ads ähneln den Produktlisten in Videos bei YouTube und helfen dabei, die direkte Reaktion auf die Anzeigen zu steigern.

Neben den Collection Ads möchte TikTok außerdem “Dynamic Product Ads” einführen, mit denen Nutzer:innen automatisch mit relevanten Produkten, ausgehend von ihren Aktivitäten in den Apps oder Websites, der Werbetreibenden erneut angesprochen werden können. Diese Dynamic Product Ads sind ähnlich zu den selbigen bei z.B. Facebook Advertising.

Wann genau diese beiden Anzeigenformate verfügbar sein werden ist noch unbekannt.

Facebook Ads: Neues Anzeigenformat für Video-Streamingdienst

Mit Dynamic Ads for Streaming kündigt Facebook ein neues Anzeigenformat speziell für Marken und Unternehmen der Video-Streaming-Branche an. Mit dem neuen Anzeigenformat haben Streaming-Dienste ähnliche Möglichkeiten wie Onlineshops, die Dynamic Product Ads im Einsatz haben und können ihr gesamtes Portfolio über einen Feed der breiten Masse präsentieren.

Basierend auf gezeigten Interessen auf Facebook und Instagram bekommen Nutzer:innen über dieses neue Format für sie relevante Titel angezeigt, die auf der Streaming-Plattform zur Verfügung stehen. Werbetreibenden müssen also nicht mehr ihre Medientitel einzeln bewerben und können neue Nutzer:innen noch gezielter mit einer personalisierten Titelauswahl ansprechen.
Das neue Format ist mit Sicherheit nicht nur für die Werbetreibenden selbst sehr interessant, sondern kann auch dem Nutzenden viele Vorteile bieten. Zum einen bekommt er auf einen Blick schon einen Eindruck davon, was ihn auf der Streaming-Plattform erwartet. Zum anderen können personalisierte Anzeigen ihm bei der Auswahl helfen, da es ja mittlerweile doch ein sehr großes Angebot an Titeln aber auch an Streaming-Diensten gibt.
Autor

Autor

Julian Piossek

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