Amazon SEO: Das solltest Du bei der Amazon Optimierung unbedingt beachten!

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Erstveröffentlichung, 01.08.2016
Update durch Colin van den Berg

Um Produkte erfolgreich auf Amazon zu verkaufen, ist ein gutes Ranking auf den Suchergebnisseiten zwingend erforderlich. Die Frage, die sich VerkäuferInnen hierbei oftmals stellen ist, wie sie das Ranking ihrer gelisteten Produkte so beeinflussen können, dass Amazon diese als relevant einstuft und auf den ersten Positionen der Ergebnisseite platziert. Amazon SEO nimmt hier einen wesentlichen Faktor ein.

Amazon gilt als größter Online-Shop Deutschlands und als lukrativer Marktplatz für Händler. Dementsprechend ist auch die Anzahl an Konkurrenz und MitbewerberInnenM enorm hoch. Durch die gezielte Suchmaschinenoptimierung für Amazon, können Produkte so beworben werden, dass sie auf den vordersten Plätzen der Ergebnisseite ranken. Denn welches Produkt zu einer Suchanfrage auf welchem Rang auf der Ergebnisseite angezeigt wird, basiert auf einem von Amazon entwickelten Algorithmus.

Eine gute Platzierung der Produkte führt oftmals zu höheren Umsätzen. Wer auf Amazon also seine Verkaufszahlen in die Höhe treiben möchte, muss begreifen, dass dies mehr als nur ein profaner Online-Shop ist. Amazon SEO ist hierbei der entscheidende Faktor für Deinen Erfolg auf der Handelsplattform. In diesem Artikel erklären wir Dir, wie der Amazon Algorithmus funktioniert und wie Du ihn mit Amazon SEO so beeinflussen kannst, dass Deine Produkte auf den vordersten Positionen ranken.

Bedeutung von Amazon SEO im Online Marketing

Jahrelang war Google die erste Anlaufstelle für Verbraucher und Verbraucherinnen, die online im Netz Artikel kaufen wollten. Im Laufe der Zeit hat sich dies aber geändert. Heutzutage gibt es neben Google zahlreiche andere und oftmals viel effizientere Wege, um Produkte online zu bestellen.

Dazu zählt beispielsweise Amazon, die es in den letzten Jahrzehnten zu einem der aufstrebendsten und erfolgreichsten Unternehmen weltweit geschafft haben. Amazon hat sich mit ihrer Suchmaschine vor allem auf die Produktsuche von KundInnen spezialisiert und gehört heutzutage zu den bedeutendsten Plattformen im E-Commerce Bereich. Aufgrund dieser Dominanz ist der Marktplatz auch für VerkäuferInnen besonders lukrativ. Denn neben der schnellen und effizienten Produktsuche für VerbraucherInnen, bietet Amazon auch BetreiberInnen von Online-Shops die Möglichkeit, ihre Artikel über die Plattform anzubieten und zu verkaufen. Weltweit beträgt die Anzahl der registrierten Händler auf Amazon 6 Millionen (davon 2,15 Millionen VerkäuferInnen, die auch Produkte zum Kauf anbieten)!* Diese große Anzahl an Verkäufern und Verkäuferinnen führt dazu, dass es nahezu keine Produkte gibt, die auf Amazon nicht angeboten werden.

*Quelle: Worfilter.de

Amazon SEO ist nicht gleich Google SEO

“Was ist denn Amazon SEO? Ich kenne nur Google SEO”. Ein Großteil der Menschen bringt das Wort Suchmaschinenoptimierung ausschließlich mit Google in Verbindung. Dies basiert auf der starken Dominanz von Google auf dem Suchmaschinen Markt. Seit über 15 Jahren ist Google hier der Vorreiter. Wer SEO betreiben wollte, kam um Google nicht herum. Die Suchmaschine verspricht eine hohe und gleichzeitig kostenlose Reichweite, wenn die eigene Website entsprechend optimiert ist und dem User Mehrwerte anbietet.

Nach jahrelanger Monopolstellung in Deutschland ist Google aber längst nicht mehr alleine auf dem Suchmaschinenmarkt. Im Bereich der Produktsuche ist Amazon inzwischen führend. 4 von 10 Benutzern starten die Suche nach einem Produkt zunächst auf Amazon. Google liegt im Vergleich dazu lediglich bei 30%.

Die Unterschiede zwischen Amazon SEO und Google SEO

Für transaktionale Suchanfragen (Suchanfragen mit einer konkreten Kaufabsicht) ist Amazon also inzwischen stärker aufgestellt als Google. Während Google alle Anfragetypen (navigational, transactional, informational) bedient, ist Amazon vor allem im Bereich der „transactional Queries“ die dominante Suchmaschine. Dies ist insbesondere für den E-Commerce Bereich interessant, denn dieser Anfragetyp befindet sich in der Customer Journey des Kunden deutlich näher an einer Transaktion, also einem konkreten Produktkauf. Die Conversion Rates für diese Queries sind deutlich höher als z.B. für informationsbasierte Anfragen, weshalb sie für den E-Commerce höchste Relevanz besitzen.

Warum Amazon im E-Commerce wichtiger als Google ist, lässt sich relativ einfach erklären: Beide Suchmaschinen sprechen BenutzerInnen mit unterschiedlichen Zielen an. Während User auf Google sowohl nach Informationen als auch nach konkreten Produkten suchen, erwarten BenutzerInnen auf Amazon überhaupt keine konkreten Informationen oder Hilfestellungen bei ihren Fragestellungen. Die Suche auf Amazon ist ausschließlich auf das Finden von relevanten Produkten ausgerichtet.

Auch die Monetarisierung durch beide Unternehmen differenziert sich wesentlich voneinander. Bei Google ist die Suche auf den Verkauf von Werbeanzeigen ausgerichtet, während auf Amazon alles auf den Verkauf der Produkte ausgerichtet ist. Nicht umsonst wird Amazon oftmals als das “Google der Produkte” bezeichnet. Aufgrund dieser unterschiedlichen Ziele der Suche selbst unterscheiden sich auch die relevanten Faktoren, die Einfluss auf das Ranking innerhalb der Suchen nehmen.

Die Gemeinsamkeiten zwischen Amazon SEO und Google SEO

Trotz einiger Unterschiede gibt es bei der Optimierung für Amazon und für Google zahlreiche Gemeinsamkeiten. Denn beide Suchmaschinen verfolgen das gleiche Ziel: Ihren KundInnen die besten Ergebnisse zu liefern und diese bestmöglich zufriedenzustellen. Denn eins ist klar, nur zufriedene KundInnen werden langfristig die Suchmaschinen nutzen und den Unternehmen ermöglichen, ihre Marktanteile zu behalten oder sogar weiter auszubauen.

Ähnlich wie bei Google generieren auch bei Amazon die am höchsten positionierten Suchergebnisse die meisten Klicks. Das Ranking der Suchergebnisse basiert bei beiden Suchmaschinen auf einem Algorithmus, der wiederum auf zahlreiche Ranking-Faktoren zurückgreift, um den NutzerInnen zu ihrer Suchanfrage das bestmögliche Ergebnis zu liefern.

Der Amazon A9 Algorithmus

Um Amazon SEO möglichst erfolgreich zu betreiben, ist es zunächst einmal wichtig einen Blick auf den Amazon Algorithmus A9 zu werfen und zu verstehen, wie die Suchmaschine funktioniert. Amazon verfolgt, wie jedes wirtschaftliche Unternehmen, das Ziel einen möglichst hohen Gewinn zu erwirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen ist es also unabdingbar, dass möglichst viele Käufe über die Plattform zustande kommen.

Daher ist es in Amazons Interesse, den Usern zu ihrer Suchanfrage die bestmöglichen Ergebnisse zu liefern, die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit anklicken und anschließend kaufen. Dieser Prozess basiert auf 2 grundsätzlichen Schritten.

Schritt 1: Zu der Suchanfrage des Users die passenden Produkte finden

Die Aufgabe des Algorithmus ist es im ersten Schritt aus dem riesigen Gesamtangebot an Artikeln, genau die Produkte herauszufiltern, die am besten zu der Suchanfrage des Nutzers passen. Auf Amazon sind Schätzungen zufolge über 200 Millionen Produkte gelistet. Der Nutzer bzw. die Nutzerin interessiert sich bei seiner bzw. ihrer Suchanfrage allerdings nur für einen kleinen Teil davon. Umso wichtiger ist es für Amazon die Suchanfrage richtig zu interpretieren und dem Nutzer bzw. der Nutzerin eben die Teilmenge des Produktsortiments zu liefern, die thematisch passend zu seiner bzw. ihrer Suchanfrage ist.

Dafür prüft der Algorithmus alle Wörter der Suchanfrage und checkt, ob diese im Produktlisting enthalten sind. Nur, wenn dies der Fall ist können Produkte zu der Suchanfrage auch in den Suchergebnissen erscheinen.  Hierbei können die Wörter im Titel, in der Produktbeschreibung, in den Bullet Points oder in sonstigen Produktinformationen enthalten sein. Daher sollten Händler ihre Produkte mit möglichst vielen relevanten Suchbegriffen ausstatten. Die Kategorisierung der Produkte erfolgt im Amazon Seller Central und sollte möglichst ausführlich und mit Bedacht ausgeführt werden. Nicht berücksichtigt werden:

  • Füllwörter
  • Groß- und Kleinschreibung
  • Singular und Plural

Schritt 2: Die gefilterten Produkte nach Kaufwahrscheinlichkeit sortieren

Nachdem der Algorithmus nun die passenden Produkte herausgefiltert hat, geht es im zweiten Schritt darum, diese in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen. Ziel ist es, den Nutzern die Produkte zu liefern, die zu ihrer Suchanfrage am relevantesten sind. Denn Amazon verdient schließlich durch Provision an jedem verkauften Produkt mit.

Je besser also das Ranking der Produkte, desto höher ist auch die Anzahl an Verkäufen für Amazon.

Darüber hinaus legt Amazon großen Wert darauf, den Kaufprozess so kurz wie möglich zu halten. Denn je mehr Schritte notwendig sind um eine Bestellung abzuschließen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer an irgendeiner Stelle den Kaufprozess abbrechen.

Zur Bestimmung der Kaufwahrscheinlichkeit bezieht sich der Algorithmus auf 2 Gruppen von Faktoren (Relevanz-Faktoren und Performance-Faktoren), die im weiteren Verlauf des Artikels näher vorgestellt werden.

Die wichtigsten Ranking-Faktoren für Amazon SEO

Um seine Produkte für Amazon zu optimieren, sollte man sich mit den grundlegenden Ranking-Faktoren der A9-Suchmaschine auseinandersetzen. Es gibt zwar einige Parallelen zu Google, aber auch genauso viele Unterschiede. Amazon will, ähnlich wie Google, das Nutzererlebnis möglichst hochhalten und gleichzeitig möglichst viel verkaufen. Nach moz.com lassen sich die Faktoren in zwei Bereiche trennen: Relevanz-Faktoren und Performance-Faktoren.

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Relevanz-Faktoren

Die Relevanz-Faktoren richten sich primär an den Nutzer bzw. die Nutzerin und das Nutzererlebnis. Ein Relevanz-Faktor zeigt Amazon, wie relevant ein Produkt zu einer bestimmten Suchanfrage ist. Hier zählen Aspekte wie der Titel, die Bullet Points, die hinterlegten Keywords, die Marke oder die Produktbeschreibung, die im Amazon Seller Central eingetragen werden können. Die Optimierung der Produkte auf die entsprechenden Relevanz-Faktoren ist dabei vergleichbar mit der OnPage-Optimierung einer Website für Google. Die wichtigsten Faktoren in der Übersicht:

Produkttitel

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Der Produkttitel ist ein wichtiger Ranking-Faktor für Amazon.

Vergleichbar mit der Google Suche ist auch der Produkttitel in der Amazon Suche einer der relevantesten Ranking-Faktoren. Bei der Optimierung des Titels solltest Du darauf achten, dass Du eine Kombination aus Keyword, Verkaufsargumenten und Brand nutzt und den Titel so gestaltest, dass die Click-Through-Rate möglichst hoch ist. Es können beispielsweise das Material, die Farbe oder die Größe des Produktes sowie verschiedene weitere Eigenschaften des Produktes untergebracht werden. Der Produkttitel sollte:

  • Maximal 200 Zeichen beinhalten (abhängig von der Kategorie). Anmerkung: Amazon empfiehlt derzeit sogar nur eine Titellänge von 80 Zeichen, damit der vollständige Titel auf mobilen Endgeräten angezeigt wird (Quelle: hellotax)
  • Für jede Kategorie unterschiedlich angepasst werden. Die Titellänge ist in den Kategorien in spezifischen Styleguides aufgeführt
  • Nicht unnötig mit Keywords vollgestopft werden
  • Sowohl die Suchmaschine als auch den NutzerIn ansprechen
  • Auch nicht zu wenige Zeichen haben

Brand

Der Name der Marke erscheint auf der Produktseite und sollte immer mit angegeben werden, da viele BenutzerInnen auf Amazon nach bestimmten Marken suchen.

Bullet Points

Bullet Points können zur Keywordplatzierung dienen, aber sollten insbesondere gute Verkaufsargumente liefern.

Die Bullet Points sind neben dem Titel ein wichtiger Faktor zur Platzierung von relevanten Keywords. Auch hier solltest Du darauf achten, die Punkte nicht wahllos mit Keywords zu befüllen, sondern gezielt wichtige Produkteigenschaften wie Farbe, Größe oder Gewicht hervorzuheben und gleichzeitig Keywords unterzubringen.

Die Position der Keywords ist dabei nicht relevant. Viel wichtiger ist es, den Suchenden entsprechend abzuholen, vom Produkt zu überzeugen und zum Kauf zu bewegen. Nicht ansprechende Bullet Points können den User schnell zum Abspringen bewegen. Eine erhöhte Bounce-Rate hat gleichzeitig negativen Einfluss auf das Ranking bei Amazon.

Produktbeschreibung

Die Produktbeschreibung sollte vor allem dazu dienen, den Kunden bzw. die Kundin weiter vom Kauf zu überzeugen und positive Produkteigenschaften hervorzuheben.

Die Produktbeschreibung ist zwar kein ganz so starker Ranking-Faktor wie der Produkttitel oder die Bullet Points, besitzt aber dennoch eine gewisse Relevanz für die Kaufentscheidung. Auch hier sollten die wichtigen Keywords nochmals platziert werden, wobei der Fokus stark auf Emotionalität und positive Verkaufsargumente gesetzt werden sollte.

Produktbild

Produktbilder sind ein wichtiger Verkaufstreiber. Nicht nur für Amazon gilt: Produktbilder sollten im E-Commerce ein überzeugendes Bild vom Produkt schaffen.

Häufig unterschätzt sind gute Bilder bei Amazon – eines der wichtigsten Verkaufsargumente. Der Benutzer bzw. die Benutzerin möchte sich vor dem Kauf ein konkretes Bild des Produktes machen. Das Hauptbild sollte frei von Text sein und keinen Rahmen, Logos, Wasserzeichen, Preisschilder oder sonstiges enthalten. Bei den weiteren Bildern sind Farben im Hintergrund, Zeichnungen sowie Erklärungen erlaubt.

Bietet man dem User nur wenige Bilder, die noch dazu in kleiner Auflösung vorliegen, schreckt ihn dies möglicherweise vom Produktkauf ab. Daher solltest Du auf folgendes achten:

  • Wähle Bilder mit hoher Auflösung (zwischen 1000×1000 px und 1500×1500 px)
  • Das Produktbild sollte unbedingt einen weißen Hintergrund haben (RGB 255,255,255)
  • Produktbilder aus verschiedenen Blickwinkeln darstellen
  • Nicht zu viele Bilder (je nach Produkt & Erklärbedarf) – aber mehr als 1 Bild // ggf. mit Video
  • Ca. 6 bis 7 Bilder (Mischung aus Produkt, Detail und Anwendung)
  • Produkte sollten mindestens 85 % des eigentlichen Bildes füllen
  • JPEG bevorzugt
  • Zoom Feature kann zu höheren Conversion Rates führen

Suchbegriffe

Suchbegriffe können im Seller Central von Amazon hinterlegt werden und besitzen einen Einfluss auf das Ranking des Produktes. Es handelt sich dabei um Begriffe, die für den User nicht direkt sichtbar sind, weder auf dem Bildschirm noch im Quelltext. Dem Verkäufer bzw. der Verkäuferin bietet sich hier die Möglichkeit, insgesamt 5 Zeilen zu je 50 Zeichen zu hinterlegen. Dieser Platz sollte vollständig verwendet werden.

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Performance-Faktoren

Im Vergleich zu den Relevanz-Faktoren richten sich die Performance-Faktoren nicht direkt an den User, sondern adressieren vor allem Indikatoren, die die Produktleistung und Kaufwahrscheinlichkeit bewerten. Da Amazon provisionsbasiert an der Menge der verkauften Produkte verdient, wollen sie die Produkte ganz oben platzieren, die am meisten Profit abwerfen und daher im Bereich der Conversions am besten aufgestellt sind.

Zu den Performance-Faktoren zählen der Preis, die Conversion-Rate, die Lieferbarkeit oder die Versandkosten. Neben den Relevanz-Faktoren, die eher den User zufriedenstellen sollen, fließen hier also Aspekte in das Ranking rein, die den Umsatz von Amazon erhöhen und optimieren sollen.

Preis

Der Preis ist ein wesentlicher Faktor, der oftmals vom Kunden bzw. von der Kundin die höchste Aufmerksamkeit genießt und über einen Produktkauf entscheidet. Im Vergleich zu den Konkurrenzangeboten solltest Du Dich hier nicht zu teuer aufstellen, da dies die Verkäufe deutlich reduzieren kann.

Lieferbarkeit

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Kein User möchte lange warten: Die Lieferbarkeit hat großen Einfluss auf den Produktkauf

Neben dem Preis ist auch die Lieferbarkeit der Produkte ein sehr wichtiger Faktor. Denn vor allem Amazon-KundInnen sind extrem kurze Lieferzeiten gewohnt. Der User, der sich ein Produkt ansieht und möglicherweise Interesse zeigt, möchte nicht mehrere Wochen warten, bis er sein gewünschtes Produkt erhält. Daher sind auch schnelle Lieferzeiten und eine gute Verfügbarkeit ein Ranking-Faktor, der im Bereich der Performance eine Rolle spielt.

Versandkosten

Auch hier sind es Amazon-KundInnen gewohnt, keine oder nur geringere Versandkosten zahlen zu müssen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass nicht vorhandene Versandkosten die Produktverkäufe spürbar erhöhen können (Quelle: Channelpartner), selbst wenn der Produktkauf ohne Versandkosten mehr kostet, als bei einem Händler, der das Produkt selber inklusive Versandkosten günstiger verkauft. Daher sind auch die Versandkosten ein relevanter Faktor, der in die Berechnung der Performance einbezogen wird.

Verkaufsrang

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Über den Verkaufsrang besteht die Möglichkeit, als Besteller einer Kategorie ausgezeichnet zu werden.

Der Verkaufsrang ist einer der wichtigsten Performance-Faktoren. Wenn das eigene Produkt in einer bestimmten Kategorie sehr viele Verkäufe generiert, besteht die Chance als Bestseller gelistet zu werden. Dies führt zum einen zu einer prominenten Hervorhebung mittels eines Bestseller Icons und zum anderen zu guten Rankings. Die Bestseller Produkte ranken in der Regel überdurchschnittlich hoch, da sie eben häufig verkauft werden und somit auch den Umsatz von Amazon steigern. BenutzerInnen kaufen gerne Produkte, die andere NutzerInnen auch gekauft haben, daher ist der Verkaufsrang gleichzeitig ein Faktor für eine erhöhte Verkaufsrate des Produktes.

Produktbewertungen

Die Produktbewertungen sind ein sehr relevanter Aspekt, da sie, ähnlich wie bei Google, als externe Empfehlungen gewertet werden und daher in das Ranking einfließen. Gleichzeitig sorgen sie an vielen Stellen für eine indirekte Verbesserung des Rankings, indem sie zusätzlich Einfluss auf die Conversions und auf die Click-Through-Rate nehmen.

Als Voraussetzung gilt, dass die Rezension entsprechend positiv ausfällt und dem User einen echten Mehrwert bietet. Dies zeigt sich auch durch die Bewertungen anderer BenutzerInnen und KäuferInnen, die die Kundenrezensionen als hilfreich oder nicht hilfreich einstufen können. Ferner gilt nicht nur die Qualität der Einzelbewertung, sondern auch die Summe der Bewertungen, der Durchschnitt der Gesamtbewertungen und die Aktualität spielen eine entsprechende Rolle.

Händlerbewertungen

Die BenutzerInnen auf Amazon können nicht nur Bewertungen zu Produkten abgeben, sondern auch den jeweiligen Händler direkt bewerten. Diese Bewertung lässt sich im Vergleich zu den Produktbewertungen nur abgeben, wenn ein Produkt tatsächlich gekauft wurde. Für den Käufer bzw. die Käuferin lassen sich hier folgende Aspekte bewerten:

  • Wie lief die Kommunikation ab?
  • Wie hat der Händler sich bei Retouren verhalten?
  • Wie schnell wurden die Waren verschickt?

Die Händlerbewertung ist relevant, da nur so die Möglichkeit besteht, mit dem eigenen Produkte in der sogenannte Amazon BuyBox platziert zu werden. Die BuyBox wird relevant, wenn ein Produkt von sehr vielen Händlern angeboten wird. Um die Umsätze mit diesem Produkt spürbar steigern zu können, solltest Du es in die „neu ab“-Liste über den Bullet Points schaffen, um dort als aktiver Verkäufer bzw. aktive Verkäuferin angezeigt zu werden. Die sogenannte BuyBox wird zum einen von den Händlerbewertungen und zum anderen vom Produktpreis (inkl. Versandkosten) beeinflusst.

Kundenbetreuung

Die Antwortzeit des Verkäufers bzw. der Verkäuferin auf Anfragen seiner Käufer bzw. ihrer Käuferinnen und potenziellen Käufer bzw. Käuferinnen fließt ebenfalls als Performance-Faktor in das Ranking bei Amazon ein. Amazon will seine NutzerInnen zufriedenstellen, daher besitzen Händler, die möglichst schnell und möglichst zufriedenstellend antworten, eine bessere Chance auf gute Rankings.

Amazon Prime

Amazon Prime hat einen sehr starken Einfluss auf das Ranking, da durch das kleine Prime Icon rechts neben dem Preis die Conversions deutlich erhöht werden können. Der User geht davon aus, dass er dieses Produkt schneller und zuverlässiger erhält als andere Produkte, die dieses Logo nicht haben. Obwohl Produkte ohne Amazon Prime häufig ähnlich schnell versandt werden, sorgt Prime für einen großen Rankingvorteil.

Amazon partizipiert stärker an den Produktverkäufen und bevorzugt Prime Produkte daher häufig auch in den Suchergebnissen. Prime KundInnen erreichst Du aber nicht einfach so: Nur Händler, die den ServiceFulfillment by Amazonnutzen, kommen in den Genuss dieses Features. Der Service ist vergleichsweise teuer und eignet sich daher auch nicht für jeden Händler. Nur bei entsprechend hohen Margen kann man den Versand durch Amazon in Betracht ziehen.

Retourenquote

Amazon bevorzugt Händler mit einer möglichst geringen Retourenquote. Zum einen verdient Amazon nur an erfolgreich abgeschlossenen Transaktionen Geld. Für eine Retoure erhält Amazon keine Provision, da der Kaufpreis zurückerstattet werden muss. Zum anderen ist eine niedrige Retourenquote ein Anzeichen für eine hohe Zufriedenheit der KäuferInnen mit dem Produkt und dem Händler. Nur KundInnen, die sehr zufrieden waren, besuchen Amazon häufiger und regelmäßig, was wiederum zu mehr Produktverkäufen führen kann. Eine möglichst niedrige Retourenquote ist daher ein Performance-Ranking-Faktor.

Weitere Ranking-Faktoren für die Amazon Optimierung

Bei der Beschreibung der Relevanz- und Performance-Faktoren wurde bereits häufiger auf sogenannte indirekte Faktoren eingegangen, die aber ebenfalls eine gewisse Relevanz für das Ranking bei Amazon und damit auch für die Suchmaschinenoptimierung für Amazon besitzen. Dies betrifft vor allem User Signale, die auch von Google immer stärker in das Ranking einbezogen werden. Amazon wertet das Benutzerverhalten auf den Suchergebnisseiten und Produktdetailseiten aus, um die Relevanz und Performance eines Produktes besser bestimmen zu können.

User Signals

Click-Through-Rate

Dieser Faktor spielt auf den Suchergebnisseiten von Amazon direkt eine Rolle. Ähnlich wie Google misst Amazon, wie häufig ein Ergebnis im Verhältnis zu den Impressionen geklickt wurde. Je weiter oben ein Produkt auf der Ergebnisseite gelistet wird, desto häufiger wird es geklickt. Hier ähneln sich Amazon SEO und Google SEO also sehr stark.

Verweildauer

Die Verweildauer wird von Amazon auf den Produktdetailseiten gemessen. Je höher die Qualität der Produktinformationen der Bilder sowie Rezensionen und Bewertungen, desto länger hält sich ein potenzieller Käufer bzw. eine potenzielle Käuferin auf der Produktseite auf. Auch die Verweildauer kann das Amazon Ranking der Produkte positiv beeinflussen.

Conversions

Letztlich ist für Amazon und im E-Commerce allgemein immer noch die Conversion für den wirtschaftlichen Erfolg relevant. Die Verweildauer und die Click-Through-Rate sind für Amazon zwar gute Kennzahlen für die Qualität der angebotenen Produktinformationen, aber entscheiden nicht zwangsläufig über den tatsächlichen Produktkauf. Dieser ist für Amazon aber von höchster Relevanz, da nur über Conversions Provisionen für Amazon generiert werden.

Rezensionen und Bewertungen

Klasse statt Masse: Es zählt nicht ausschließlich die reine Anzahl an Rezensionen, sondern die Qualität. Als Händler besitzt man keinen direkten Einfluss auf den Aufbau von Rezensionen und Bewertungen. Es gibt aber einige Möglichkeiten, um diese positiv zu unterstützen. Der künstliche Aufbau von Bewertungen und Rezensionen kann jedoch, ähnlich wie der unnatürliche Aufbau von Backlinks, zu einer Abstrafung führen. Im schlimmsten Fall droht der Totalverlust der Rankings bzw. die Löschung des Händler Accounts, was entsprechend zu deutlichen wirtschaftlichen Einbußen führen kann.

Die Amazon BuyBox

Die BuyBox befindet sich auf jeder Produktdetailseite von Amazon im rechten oberen Rand und ist der Faktor Nummer 1, um die Conversions eines Produktes zu erhöhen. Da gilt es bei Amazon SEO nicht ausschließlich darum, das Ranking zu verbessern, sondern auch die hart umkämpfte Amazon BuyBox zu gewinnen.

Die BuyBox besteht aus dem Preis des Produktes, dem Namen des Händlers und einem Button um das Produkt zu kaufen. In jeder BuyBox wird ein Händler als Standard eingestellt – und genau hier gilt es vertreten zu sein. Denn die wenigsten KundInnen nutzen die Möglichkeit, einen anderen Händler einzustellen, da hierzu eine neue Seite geöffnet werden muss.

Für eine Platzierung in der BuyBox ist nicht nur der Preis entscheidend.

Für eine Platzierung in der BuyBox ist nicht nur der Preis entscheidend. Die BuyBox wird häufig genutzt, um eine direkte Bestellung aufzugeben, da die potenziellen KäuferInnen davon ausgehen, dass hier der niedrigste Preis gelistet wird. Dies ist aber nicht immer der Fall, wie eine Studie der Northeastern University in Boston, USA zeigt. Demnach beeinflussen neben dem Preis noch andere Faktoren die Platzierung in der BuyBox. Dazu gehören:

  • Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis des eigenen Produktes und dem aktuell niedrigsten Preis des Produktes über alle Angebote.
  • Die durchschnittliche Bewertung des Händlers durch die Kunden.
  • Der Feedbackverlauf und der prozentuale Anteil von positivem Feedback für den Händler.
  • Die absolute Anzahl der Händlerbewertungen.
  • Nutzt der Händler Fulfillment by Amazon (FBA)?
  • Ist der Händler Amazon selber?

Laut der Studie der Northeastern University schließen sogar 82% der KäuferInnen ihren Produktkauf direkt über die BuyBox ab, weshalb es für Händler so wichtig ist dort platziert zu werden. Je nach Konkurrenz kann es allerdings sehr schwer werden, sich dauerhaft dort zu platzieren. Neben Kriterien wie Bestellmängel, Rücksendungen, Garantieanträge und die Erfahrung des Anbieters auf Amazon, die in die jeweiligen Händlerbewertungen einfließen, ist eben auch der Preis entscheidend.

Whitepaper: Mit diesen 7 Schritten in die Amazon BuyBox

Der Preis wird inzwischen von vielen Händlern über Algorithmen gesteuert, so dass Preisanpassungen automatisch auf Grundlage der aktuellen Preissituation vorgenommen werden. Dieses „Dynamic Pricing“ (oder „Algo Pricing“ wie in der Studie bezeichnet*) kann zu hunderten Preisanpassungen pro Tag führen und zur Folge haben, dass Händler, die diese Möglichkeit nutzen, nachweisbar eher in der BuyBox angezeigt werden als Händler, die diese Funktion nicht nutzen.

*Quelle: Business Insider

Die Top 10 Tools für Amazon SEO

Zur Optimierung für Amazon wurden inzwischen bereits eine ganze Menge Tools entwickelt, von denen wir hier eine entsprechende Liste präsentieren wollen:

Du hast weitere Tools, die zur Amazon Optimierung sinnvoll und hilfreich sind? Dann schreib uns gerne einen Kommentar.

Infografik: Die besten Tipps und Tricks für die Amazon Optimierung

Die wichtigsten Amazon-Ranking-Faktoren jetzt kostenlos als PDF downloaden

Unser Fazit zu Amazon SEO

Die Optimierung für Amazon ist sicherlich deutlich komplexer, als so mancher denken mag. Und dennoch kann sich eine Optimierung für die größte Produktsuchmaschine der Welt lohnen, denn es gibt viele Faktoren, die direkt durch den Händler beeinflussbar sind und so zu deutlich höheren Umsätzen und Gewinnen führen können.

Genau wie bei der Optimierung für Google steht auch auf Amazon einzig und allein der User im Fokus. Der User ist letztlich der potenzielle Kunde bzw. die potenzielle Kundin, der bzw. die die Transaktionen tätigt und Umsätze generiert, an denen Amazon direkt oder in Form von Provisionen partizipiert. Nur ein User, der mit der Produktdetailseite und dem Service des Händlers zufrieden ist, besucht bei weiteren Online Shopping Aktivitäten erneut Amazon und generiert fortlaufend Umsätze. Dieses Verhalten kann Amazon sehr gut durch User Signale wie Conversions, Verweildauer oder die Click-Through-Rate bewerten.

Damit ein Händler auf Amazon überhaupt die obersten Ränge mit seinen Produkten für die relevanten Suchanfragen erobern kann, spielen verschiedenste Faktoren eine Rolle. Das Produkt muss inhaltlich so optimiert sein, dass der A9 Algorithmus eine möglichst hohe Relevanz zur Suchanfrage feststellen kann und der Benutzer bzw. die Benutzerin durch die angebotenen Informationen zufriedengestellt wird.

Letztlich spielen auch Parameter eine Rolle, die direkten Einfluss auf die Umsätze und Provisionen von Amazon haben. Diese sogenannten Performance-Faktoren wie zum Beispiel Preis, Lieferbarkeit, Versandkosten – aber auch Produkt- und Händlerbewertungen – haben einen starken Einfluss auf die Abverkäufe, die durch das Produkt erzielt werden können. Diese lässt Amazon entsprechend in die Platzierung eines Produktes auf der Suchergebnisseite einfließen, da nur Produkte, die sich häufig verkaufen, auch Geld in die Kassen von Amazon spülen.

Die Optimierung der eigenen Produkte für Amazon ist also nicht einfach und auch nicht mit einer kurzfristigen Maßnahme abgetan. Amazon SEO ist, genau wie die Optimierung für Google, ein fortlaufender Prozess, der mit viel Aufwand verbunden ist, sich aber letztlich spürbar im Geldbeutel bemerkbar machen kann.

Du hast Fragen, Anmerkungen oder Anregungen? Dann schreib uns einen Beitrag in die Kommentare.

Häufige Fragen zur Amazon Optimierung

Im Rahmen der Optimierung für Amazon treten regelmäßige Fragen auf, die an dieser Stelle beantwortet und sukzessive um weitere relevante Fragestellungen ergänzt werden sollen.
Amazon SEO Grafik FAQ

Warum lohnt sich die Amazon Optimierung?

Amazon ist inzwischen die größte Produktsuchmaschine der Welt und verzeichnet signifikant mehr transaktionale Suchanfragen als Google. Als Händler kann man seine Verkäufe und Umsätze durch Amazon deutlich steigern und von der enorm großen Reichweite von Amazon profitieren.

Eine Optimierung der Produkte für Amazon ist aber ebenso notwendig, wie die Optimierung von Webseiten für Google. Die Produkte müssen diverse Parameter, die sich von den Parametern der Google Suche unterscheiden, ansprechen, um in der Suche weit oben aufzutauchen. Genau wie auf der Google SERP sind auch auf Amazon die vordersten Plätze zu erreichen, um nennenswerte Klicks zu erzielen und damit im zweiten Schritt Verkäufe zu generieren. Der Vorteil auf Amazon ist, dass die Konkurrenz im Vergleich zur Google SERP deutlich geringer ist. Die wenigsten Produkte sind wirklich optimiert und die wenigsten Händler haben sich bisher überhaupt mit einer Optimierung für Amazon beschäftigt.

Durch eine Kombination von Google SEO und Amazon SEO lassen sich die Umsätze Deines Business deutlich steigern. Warum also nicht mit der Amazon Optimierung starten?

Planen wir Deine Amazon SEO zusammen!

Was ist der Verkaufsrang?

Der Amazon Verkaufsrang zeigt auf, wie häufig sich ein Produkt auf einer länderspezifischen Seite von Amazon im Vergleich zu anderen Produkte der Kategorie verkauft und wird stündlich aktualisiert, um auch neueste Verkäufe zu erfassen. Bestsellerlisten werden für jede Kategorie erstellt, um den Rang eines Produktes innerhalb der jeweiligen Kategorie anzugeben.

Die Bestseller einer jeweiligen Kategorie erhalten eine gesonderte Auszeichnung, indem dies auf der Produktdetailseite entsprechend ausgezeichnet wird. Der Verkaufsrang ist einer der wichtigsten Performance-Faktoren bei der Amazon Optimierung, da er zum einen für eine verbesserte Platzierung auf der SERP sorgt, eine Hervorhebung durch das Bestseller Icon sicherstellt und zum anderen die Verkaufsargumente für das Produkt fördert, da BenutzerInnen gerne Produkte kaufen, die von anderen BenutzerInnen auch häufig gekauft wurden.

Wie kann ich meine Produktleistung durch Amazon Affiliates erhöhen?

Amazon liefert mit dem Amazon Partnerprogramm ein eigenes Affiliate Portal, mit dem andere Webmaster Traffic auf die Amazon Produktdetailseiten schieben können und damit selber Provisionen generieren können.

Diese Affiliates lassen sich als Amazon Händler sehr gut nutzen. Der zusätzliche Traffic, der so für die eigenen Produktdetailseiten entstehen kann, kann die Verkäufe des Produktes deutlich nach vorne bringen, den Seller Rank erhöhen und damit langfristig das Ranking und die Umsätze über Amazon enorm steigern. Ein Schema für die Nutzung eines eigenen Affiliate Portals zur Verbesserung der Rankings und Umsätze auf Amazon:

Amazon SEO – Google und Amazon Affiliates
Google und Amazon kombinieren: Mehr Traffic auf Amazon Produkte durch Affiliates und eigene Portale über die Google Suche schaffen.

Wie wichtig sind Bewertungen?

Rezensionen und Bewertungen sind sehr wichtig für das Amazon-Ranking. Sie sind den Performance-Faktoren zuzuordnen, da sie signifikanten Einfluss auf die Kaufentscheidung eines Benutzers bzw. einer Benutzerin nehmen können und damit letztlich Einfluss auf die Conversion Rate haben.

Viele potenzielle KäuferInnen informieren sich zunächst über die Rezensionen über das gewünschte Produkt, da sie als unabhängige Meinungsquelle wahrgenommen werden. Ferner kaufen NutzerInnen gerne Produkte, die durch andere KäuferInnen bereits gekauft wurden. Amazon wertet hier nicht nur die reine Anzahl an Bewertungen und Rezensionen, sondern insbesondere auch die Qualität.

Wie komme ich zu mehr Reviews und Bewertungen?

Wie bereits angesprochen sind Rezensionen und Bewertungen einer der wesentlichsten Perfomance-Faktoren für das Amazon-Ranking. Doch ohne überhaupt ein Ranking und entsprechende Produktverkäufe generiert zu haben, lässt sich eine größere Anzahl an Bewertungen nur schwer generieren. Hier daher einige Tipps, wie man zu mehr Bewertungen gelangen kann:

  • In der Mail zur Auftragsbestätigung bereits die erste Bitte für eine Bewertung bzw. Rezension, inklusive einer Erklärung, wie man diese auf Amazon abgeben kann.
  • Parallel zur Rechnung wird nochmals ein Flyer mit der Bitte um Bewertung/Rezension beigelegt.
  • Es wird nach abgeschlossenem Auftrag und erfolgter Lieferung nochmals eine Mail verschickt, in der sich für das entgegengebrachte Vertrauen bedankt und nochmals nach einer Bewertung gefragt wird.

Linktipp zum Thema Amazon

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5 Gründe warum Webmaster der Google Penguin Abstrafung nicht entkommen

Google Penguin Update

Als Google das erste Penguin Update am 24. April 2012 veröffentlichte, waren viele Webmaster, die sich bei der Offpage-Optimierung auf Links mit niedriger Qualität verlassen hatten, gravierend betroffen. Vor allem auch kleine und mittelständische Unternehmen, die sich auf die Arbeit einer SEO Agentur, eines SEO-Consultants oder Freelancers verlassen hatten, mussten feststellen, dass ihr Traffic quasi über Nacht massiv eingebrochen war. Hier wurde häufig ohne Wissen des betreffenden Unternehmens der Aufbau von unnatürlichen Links betrieben, der gegen die Qualitätsrichtlinien für Webmaster von Google verstößt.

Viele dieser Unternehmen unterliegen bis heute einer sogenannten Abstrafung durch das Penguin Update und besitzen nicht die notwendige Expertise um dieser algorithmischen Herabstufung Ihrer organischen Google Platzierungen zu entkommen. Sie verlieren dann in der Regel massiv an Websitebesuchern und einhergehend eine große Menge an Geld, da der Umsatz teilweise bis zu 90 % einbricht.

Es ist zwar möglich einer Penguin Abstrafung zu entkommen, und die Rankings – zumindest annähernd – wiederherzustellen, es ist aber auch schwierig und bedarf einer Menge Know-How. Wir stellen 5 Gründe und typische Fehler vor, warum eine Website sich nicht vom Google Penguin Update erholt.

Was ist das Penguin Update eigentlich?

Google Penguin Update

Das Penguin Update erweitert den bestehenden Google Ranking-Algorithmus. Es ist ein Filter, der primär den Linkaufbau mit minderwertigen Links aus Artikelverzeichnissen, Web 2.0. Blogs, Linkverzeichnissen und weiteren „Spam“-Verzeichnissen anspricht.

Betroffen sind vor allem Webmaster, die die organischen Platzierungen ihrer Website durch den gezielten Aufbau von sogenannten Money-Keywords zu verbessern versucht haben. Als Money-Keywords werden jene Keywords definiert, mit denen die Website auch zukünftig ihre Rankings generieren soll.

Als Beispiel: Ihr betreibt einen Online Shop für Schuhe und wollen bei der Suchanfrage „Schuhe“ auf der SERP ganz oben stehen. Der für die Suchmaschinenoptimierung zuständige Mitarbeiter hat daher massiv in den bereits erwähnten „Spam“-Verzeichnissen Links mit dem Linktext (auch Anchor-Text) „Schuhe“ auf Ihre Website gesetzt. Bis zum Penguin Update war es dadurch sehr gut möglich für diese generischen Begriffe entsprechend gute Platzierungen in den organischen Ergebnissen der Suchmaschinen zu generieren.

Ein typisches Merkmal des Penguin Updates ist ein überdurchschnittlich hoher Wert dieser Money-Keywords. Ab einem bestimmten Schwellenwert greift der Penguin-Filter und setzt die Website für eine gewisse Anzahl an Platzierungen herab. Dies kann nur einzelne Keywords betreffen, einzelne Seiten der Webpräsenz oder die Domain insgesamt. Gerade in letzterem Fall sind die Auswirkungen für den Webmaster fatal.

Es ist möglich aus der Abstrafung durch den Google Penguin zu entkommen. Es werden aber immer wieder typische Fehler gemacht, die zu einem negativen Ergebnis der getroffenen Maßnahmen führen.

Grund 1: Die Bereinigung des Linkprofils war nicht vollständig

Google Webmaster Tools Link Cleanup

Wenn eine Website durch das Google Penguin Update betroffen ist, dann zeigen unnatürliche Verlinkungen auf Seiten der Domain. Es existieren zwar auch andere Faktoren, die zu einer Abstrafung durch das Google Penguin Update geführt haben könnten, in den meisten Fällen ist die Ursache aber eine hohe Anzahl an minderwertigen Links (häufig mit dem Money-Keyword im Linktext). Wenn ein großer Anteil des Linkprofils einer Website diese unnatürlichen Links besitzt verringert dies gleichzeitig das Vertrauen, welches Google in die jeweilige Site steckt. Die Folge ist sehr häufig, das nicht nur einzelne Seiten Probleme bekommen, sondern die gesamte Domain.

Die wichtigste Maßnahme, um aus einer Google Penguin Abstrafung zu entkommen ist daher eine umfangreiche Bereinigung des Linkprofils. Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob bereits bei einer algorithmischen Abstrafung ein manueller Abbau der unnatürlichen Links notwendig ist oder ob eine Entwertung über das Google Disavow Tool ausreichend ist.

Bei einer manuellen Abstrafung durch Google aufgrund von unnatürlich eingehenden Verlinkungen, welche grundlegend von einer Abstrafung durch das Google Penguin Update zu unterscheiden ist, ist ein manueller Aufwand erforderlich und notwendig. Beim Google Penguin Update ist dies anders.

Googles John Mueller hat in einem Webmaster Hangout bestätigt, dass es im Kontext des Google Penguin Updates ausreichend ist die unnatürlichen Links zu disavowen:

"From a theoretical point of view, using the disavow tool is enough...from a practical point of view it almost always makes sense to still delete those links as much as possible.”

( -Minute 41:30)

Die Entwertung der unnatürlichen Links über das Disavow Tool reicht also in der Regel aus, obwohl er hier schon nahe legt die Links auch nochmal manuell entfernen zu lassen.

Bei der Analyse des Linkprofils und der Behandlung einer Abstrafung durch das Google Penguin Update empfiehlt es sich, Expertenwissen zurate zu ziehen. Die Chance, mit wenig bis keinem Know-How im Bereich Offpage-Optimierung aus einer Penguin Abstrafung heraus zu kommen, tendiert erfahrungsgemäß gen Null.

Grund 2: Der Disavow-File ist fehlerhaft oder unvollständig

Google The Disavow Links Tool

Das Disavow Tool wurde Ende 2012 von Google eingeführt. Der Disavow File, der über das Tool hochgeladen werden kann, kann bei Google zur Entwertung von eingehenden Verlinkungen auf seine Website genutzt werden. Links können auf Basis der zugehörigen Seite und auf Domainebene entwertet werden.

Ein häufiger Fehler ist, dass Links nur auf Seitenebene entwertet werden, aber auf der Domain weitere unnatürliche Links existieren, die unberücksichtigt bleiben.

Bei einer Entwertung der Seite http://www.beispiel1.de/seite existieren möglicherweise noch weitere URLs der Domain in folgendem Format:

  • http://www.beispiel1.de/tag/seo
  • http://www.beispiel1.de/kategorie/artikel
  • http://www.beispiel1.de/seite?p2

und so weiter.

Diese Links, die einen identischen unnatürlichen Link besitzen, werden anschließend nicht korrekt im Disavow File aufgenommen. Falls diese Links die Ursache für die Abstrafung sind, wären sie nicht korrekt entwertet worden und die Website hätte keine Chance, die Rankings zurückzugewinnen.

Eine weitere Fehlerquelle beim Disavow File ist eine fehlerhafte Syntax innerhalb des Files oder eine fehlerhafte Dateiendung. Bei letzterem zeigt Google inzwischen eine Fehlermeldung an, sobald die Dateiendung nicht korrekt im .txt-Format hochgeladen worden sein sollte. Beim Upload einer CSV-Datei wird beispielsweise folgende Meldung ausgeworfen:

https://www.google.com meldet:

Auch Fehler in der Syntax werden mit der entsprechenden Zeilenzahl angegeben. Existiert beispielsweise eine Zeile, die die Domain www.beispiel.de über folgenden Befehl zu entwerten versucht, würde eine entsprechende Fehlermeldung auftreten:

domain.www.beispiel.de

Der Disavow-File selbst würde zwar angenommen werden, aber mindestens die Domain www.beispiel.de würde nicht korrekt erfasst werden. Wichtig ist an dieser Stelle auch, dass mit diesem Befehl nur die Subdomain www.beispiel.de entwertet werden würde.

Existiert auf der Top-level-Domain beispiel.de ebenfalls ein Link, wäre dieser mit dem hochgeladenen Disavow File nicht entwertet worden.

Grund 3: Es muss bis zum nächsten Refresh des Penguin Updates gewartet werden

Google Penguin Update

Es muss bis zum nächsten Penguin Update gewartet werden bis man aus der algorithmischen Abstrafung entkommen kann. Zwischen dem Penguin 2.1. und dem Penguin 3.0 Update lagen insgesamt über ein Jahr. Ein Jahr, in dem verschiedenste Websiteinhaber massive Trafficverluste zu verzeichnen hatten und praktisch keine Chance hatten, diese wieder auszugleichen – zumindest nicht mit der abgestraften Domain. Am 10. Dezember 2014 hat Google bestätigt, dass auch das Penguin Update – ähnlich wie das Panda Update – zu kontinuierlichen Updates übergegangen ist. Dadurch werden potenzielle Penguin Erholungen deutlich schneller möglich als in den letzten 3 Jahren.

Doppelt ärgerlich ist es wenn man sogar auf 2 oder 3 Penguin Updates warten muss. Die angesprochen Faktoren in „Grund 1“ oder „Grund 2“ können hier die Ursache sein und man müsste nochmals nach arbeiten. Gleichzeitig muss aber auch berücksichtigt werden dass die vollständige Übermittlung des Disavow Files bis zu 3 bis 9 Monate dauern kann. Der eingereichte Disavow File funktioniert zwar direkt, allerdings müssen alle aufgelisteten URLs durch den Google Crawler besucht werden, sodass für die betroffene Website ein unsichtbarer nofollow-Tag für die URL oder Domain gesetzt wird und der Link tatsächlich entwertet wird.

Im Disavow File befinden sich aber häufig URLs und Domain, die eine sehr niedrige Qualität besitzen und eben auch deshalb entwertet wurden. Diese Seiten werden in der Regel nur sehr, sehr selten gecrawlt und es dauert mehrere Monate bis der Link bzw. die Links tatsächlich und vollständig entwertet wurden.

Dieser Prozess lässt sich mit entsprechenden Maßnahmen und Expertenwissen jedoch beschleunigen, sodass durch eine bestimmte Methodik der Disavow File in wenigen Tagen vollständig an Google übermittelt werden kann.

Grund 4: Die Website besitzt nicht genug qualitativ hochwertige Links um zu ursprünglichen Rankings zurück zu gelangen

Top Quality

Ein weiterer Hauptgrund ist, dass die Websites vorher nur gute Platzierungen besaßen, da Google noch nicht in der Lage war, unnatürliche Links zu erkennen und die Links einen – teilweise immensen – positiven Effekt besitzen konnten.

Wenn 90 % der eigentlich sehr guten Platzierungen auf diese unnatürlichen Links zurückzuführen sind, hilft auch eine korrekte Entwertung und vollständige Übermittlung des Disavow Files der Website nicht, um auf die die ursprünglichen Rankings zurück zu gelangen. Selbst wenn man aus der Abstrafung entlassen wurde und eine leichte Erholung der Rankings zu erkennen ist, können keine dramatischen Sichtbarkeitsgewinne und Trafficanstiege erwartet werden.

Vor allem hochwertige Verlinkungen besitzen eine immer größere Gewichtung. Zuvor konnte man über den Aufbau von Links in großer Summe seine Konkurrenten ausstechen und Top-Platzierungen einnehmen. Diese Zeiten sind vorbei. Wenn die eigene Website im Vergleich zu den vormals schwächeren Konkurrenten deutlich weniger hochwertige, natürliche Links besitzt, ist selbst nach einer korrekten Linkbereinigung keine deutliche Verbesserung der Platzierungen zu erwarten. Es müssen zunächst hochwertige Links hinzugewonnen werden.

Grund 5: Andere Faktoren sorgen dafür, dass die Rankings nicht wiederhergestellt werden können

Google Panda Update

Eine algorithmische Abtrafung wird nicht – im Gegensatz zu einer manuellen Maßnahme – explizit an den Webmaster über die Webmaster Tools berichtet. Die Penguin Abstrafung kann zwar anhand von Linkprofilanalysen bestimmt werden, es können aber auch noch weitere Ursachen bzw. Updates zu einem Verlust des organischen Traffics geführt haben. Ein typisches Beispiel sind Websites, die sowohl Probleme mit dem Penguin als auch mit dem Panda Update besitzen.

Das Panda Update bezeichnet einen ähnlichen algorithmischen Filter wie das Penguin Update, adressiert aber primär Onpage-Faktoren und Content Qualität, im Gegensatz zu Links. Wenn eine Website darüber hinaus auch durch das Panda Update betroffen ist muss man neben der Bereinigung des Backlinksprofils auch die Onpage-Probleme beheben. Analysen im Bereich Suchmaschinenoptimierung helfen hier, die genauen Probleme zu bestimmen.

Neben Problemen mit verschiedenen Google Updates können auch technische Probleme zu Trafficeinbrüchen geführt haben. Typische Beispiele sind das versehentliche Deindexieren von rankingrelevanten Seiten oder notwendige 301-Weiterleitungen, die bei einem Relaunch vergessen werden. In beiden Fällen gehen die Platzierungen bei Google & Co. verloren.

Fazit

Es ist möglich, sich von einer Abstrafung durch das Google Penguin Update zu erholen – es ist allerdings nicht einfach. Eine vollständige Bereinigung des Linkprofils ist notwendig, der Disavow File muss syntaktisch korrekt und vollständig an Google übermittelt worden sein, es muss auf das nächste Penguin Update gewartet werden und das Linkprofil muss auch nach der Entwertung der unnatürlichen Links stark genug sein, um die ehemals guten Platzierungen zu rechtfertigen und zurückzugewinnen.

Ein Beispiel für eine Seite, die eine vollständige Wiederherstellung der Besucherzahlen nach 3 Penguin Iterationen geschafft hat:

Google Penguin Updates

Ihr seid ebenfalls durch das Penguin Update betroffen? Ihr habt bereits diverse Maßnahmen unternommen um Euer Linkprofil zu bereinigen, es sind aber dennoch keine Erholungen der Rankings zu verzeichnen? Die Experten der mso digital analysieren Eure Domain und beraten Eich gerne. Gerade mit dem Übergang zu kontinuierlichen Penguin Updates ist eine Erholung der Rankings deutlich schneller möglich als im obigen Beispiel ersichtlich. Man muss nicht mehrere Jahre warten um aus einer Penguin Abstrafung zu entkommen!

Online-Texte und die 13 größten Fehler in der Erstellung!

Wir haben die dreizehn häufigsten Warnsignale von miserablen Online-Texten gesammelt. Vermeidet diese dummen Fehler, und Ihr habt eine gute Chance, Eure Web-Besucher davon zu überzeugen, bei Euch zu bleiben, sich in Eure E-Mail-Liste eintragen, Eure kostenlose Testversion herunterzuladen oder bei euch zu kaufen. Schauen wir uns das mal genauer an…

die 13 häufigsten Fehler bei Online-Texten

die 13 häufigsten Fehler bei Online-Texten

1. Ihr kennt Euren idealen Leser nicht

Euer idealer Leser ist die Person, die Ihr überreden möchtet, sich zu registrieren oder etwas zu kaufen.

Um einen überzeugenden Online-Text zu schreiben müsst Ihr wissen, wie Euer idealer Leser tickt. Es klingt selbstverständlich, aber es ist oft schwieriger als es scheint. Z.B. dachte Carelogger, dass ihre Zielgruppe eine Diabetes-App wollte, die einfach zu bedienen ist. Aber sie fanden heraus, dass die Einfachheit der Verwendung für ihre Nutzer nicht so wichtig war. Ihre Nutzer wollen wirklich nur ihre Gesundheit verbessern.

Konversionen stiegen um 31%, als Carelogger die Schlagzeile änderte von „Diabetes zu kontrollieren ist einfacher geworden“ zu “Bleiben Sie gesund, indem Sie Ihren Diabetes kontrollieren.”.

Schreibt nicht, was Ihr gern schreibt. Schreibt, was Euer Publikum gern liest.

2. Ihr verwendet keine hypnotischen Worte in Euren Online Texten

Stellt Euch sich vor, Ihr könntet Leser in Kunden verwandeln, nur weil Ihr ein paar Worte benutzt.

Verwendet die folgenden drei hypnotischen Worte

  • Das Wort Sie (oder Ihr) macht Euren Online-Text persönlich. Sprechen Sie Ihre Leser so an, als ob Sie ein Gespräch mit ihnen führen. Geben Sie ihnen das Gefühl, an ihrer Story beteiligt zu sein.
  • Verwendet das Wort vorstellen, damit Eure Leser visualisieren, wie es wäre, Euer Produkt zu verwenden. Sich vorstellen, Euer Produkt zu nutzen erhöht nachweislich den Wunsch, Euer Produkt zu besitzen.
  • Das Wort weil gibt den Menschen einen Grund, warum sie etwas tun, und das kann eine Antwort automatisch auslösen.

Hypnotische Worte verringern die Barrieren gegenüber Eurer Verkaufstaktik. Verwendet diese, um den kritischen Verstand Eurer Leser zu umgehen.

3. Ihr redet zu viel über euch selbst

Ihr habt hart gearbeitet, um Ihr Produkt zu verbessern. Ihr seid stolz auf die Firmen, die Ihr aufgebaut habt. Natürlich seid Ihr das. Aber die harte Wahrheit ist: Niemand interessiert sich für Euer Produkt, Euren Service, Euer Unternehmen.

Ihre Web-Besucher interessieren sich nur für sich selbst. Also nicht weiter und weiter über die Features und Spezifikationen reden. Stattdessen macht deutlich, was Ihr für Eure Web-Besucher tun könnt. Wie könnt Ihr diese glücklicher, gesunder, produktiver machen? Wie können Ihr ihnen helfen, Geld zu sparen oder Einkünfte zu erhöhen? Und welche Probleme, Pannen und Konflikte helft Ihr zu vermeiden?

Web-Besucher interessieren sich nicht für Eure Produkte. Sie wollen nur wissen, was in diesen für sie steckt.

4. Ihr verwendet zu viele Adjektive

Adjektive und Adverbien können die Überzeugungskraft Eurer Online-Texte vernichten, weil sie die Anzahl der Wörter in Euren Sätzen erhöhen; und mehr Wörter bremsen Eure Leser.

Wörter wie Durchbruch, innovativ und Spitzen- haben ihre Bedeutung verloren. Sie sind Füllwörter, die Eure Sätze aufplustern. Entfernt diese Wörter aus Eurem Online-Text und unterstützt mich bei der Ausrottung von Schnickschnack.

Befolgt diese vier Regeln, um die Zerstörungskraft von Adjektiven zu vermeiden.

  1. Entfernt ein Adjektiv, wenn Ihr darauf – ohne die Bedeutung des Satzes zu verändern – verzichten könnt.
  2. Wählt sensorische, sinnliche Adjektive. Wählt lieber stinkig oder rau als schlecht. Sinnliche Wörter sind unvergesslich und wirkungsvoll.
  3. Verwendet spezifische Adjektive. Verwendet lieber bankkonforme Sicherheit statt hochwertige oder Weltklasse-Sicherheit. Spezifische Ausdrucksweise erhöht die Glaubwürdigkeit Eurer Online-Texte.
  4. Erhöht eure Ausdruckskraft mit sehr emotionalen Adjektiven wie bezaubernd statt nett. Vermittelt den Lesern etwas, was sie an Euren Online-Text erinnert.

Rottet Schnickschnack aus, um umwerfenden Online-Text zu erstellen.

5. Ihr schreibt Euren Online-Text wie ein Buch

Leser öffnen in der Regel ein Buch auf der ersten Seite des ersten Kapitels und lesen dann bis zum Ende.

Stellt euch vor, Menschen öffnen Euer Buch auf Seite 147 oder Seite 33, oder auf der vorletzten Seite.

Das ist genau das, was Web-Besucher tun. Sie können auf jeder Seite Eurer Website landen.

Schreibt jede Web-Seite so, als wäre sie die Startseite.

6. Ihr wollt zu schnell zu Geld kommen

Was macht einen Verkäufer zum Schleimer? Und aggressiv?

Ein Problem rund um Schleimereien tritt in der Regel auf, wenn man zu früh auf den Geschäftsabschluss drängt. Schleimerisch veranlagte Verkäufer geben Euch nicht die Zeit, um Fragen zu stellen. Sie wollen nur Euer Geld. Jetzt.

Natürlich müsst Ihr Geschäfte machen. Aber drängt Ihr zu früh zum Verkauf?

Respektiert Eure Web-Besucher. Erwartet nicht, dass jeder bereit ist zu kaufen.

7. Ihr leidet an Satzaufblaserei

Von aufgeblasenen Sätzen wird es Euren Lesern schlecht. Wisst Ihr, wie diese elende Situation entsteht?

Übertriebenes Schwelgen in schwierigen Wörtern. Geschwätzigkeit. Versuchen, besser zu klingen als Ihr seid.

Vermeidet diese Satzaufblaserei, indem Ihr einfache Wörter und kurze Sätze wählt.

8. Ihr behandelt Online-Text wie eine reine Wissenschaft

Ihr wisst, wie Ihr euren Kunden helfen könnt. Richtig.

Ihr nutzt überzeugende Worte. Richtig.

Ihr testet Ihren Online-Text. Richtig.

Aber was ist mit der Schönheit Eures Online-Textes?

Apples Werbetexter ziehen die Aufmerksamkeit auf ihren Text mit poetischen Tricks wie Alliteration.

Übernehmt Techniken für das Online-Texten von Dichtern, um Euren Online-Text elegant und unvergesslich zu machen. Erweckt Aufmerksamkeit mit Alliteration, Reim und bewusster Wiederholung:

  • Alliteration: Get bang for your buck (Whole Foods Market)
  • Reim: The world’s largest — and smartest — collection of apps. (Apple)
  • Wiederholung: No added sugar. (Kein Zuckerzusatz) No concentrates. Keine Konzentrate. No funny business. Kein lustiges Geschäft. (UK Smoothie Maker, innocent)

Online-Texte schreiben ist eine Wissenschaft und eine Kunst.

9. Ihr leidet an Superlativ-Faulheit

Glauben Euch Eure Web-Besucher, wenn Ihr behauptet, der Beste, der Schönste oder der Schnellste zu sein?

Verwendet Superlative nur, wenn:

  • Ihr beweisen könnt, warum Ihr das tollste Unternehmen seid. Ihr Eure Quellen oder Testergebnisse nennen könnt.
  • Ihr zitiert jemanden, der sagt, dass Euer Service der tollste ist, den er je erlebt hat.
  • Ihr verwendet einen Superlativ in einer Frage: Könnte es das beste italienische Restaurant in Washington sein? Eine Frage klingt bescheidener.

Vermeidet seichte Verkaufsgespräche. Vermeidet Superlative, weil sie unaufrichtig klingen können.

10. Ihr kennt die Wirkung von Design nicht

Schreibt Ihr Euren Online-Text mit Word oder OpenOffice?

Ihr verpasst einen Trick.

Ihr müsst Euren Online-Text neu schreiben, bearbeiten und polieren, sobald Ihr ihn auf Eurer aktuellen Web-Seite seht.

Directv nutzt Design-Tricks, um bestimmte Wörter zu markieren.

Directvs Web-Designer und Texter arbeiten zusammen, um überzeugende Inhalte zu erstellen. Sie verwenden Schriftarten, Größen und Farben, um Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Text zu ziehen. z.B.:

  • Triple $aving $ event sieht in einer normalen Schriftart nicht richtig aus
  • Ihr könnt normalerweise Text nicht unterstreichen, es sei denn, es handelt sich um einen Link, aber „First time ever! ist in Ordnung, weil eine Skript-Schriftart verwendet wird und die Unterstreichung nicht gerade ist. Niemand denkt, dass es sich um einen Link handelt, den man anklicken soll.

Text und Web-Design sollten interagieren und sich gegenseitig stärken wie Yin und Yang.

11. Ihr seid ein wenig zu vage

Unschärfe ist tödlich für Landing Pages.

Eine Seite ist unscharf, wenn ein Web-Besucher nicht weiß, was er zuerst auf Eurer Web-Seite lesen soll. Oder er versteht nicht, was als nächstes zu tun ist.

Eure Aufforderung muss sich abheben und eindeutig sein.

12. Ihr setzt Google an die erste Stelle

Bei Online-Texten nur auf Suchmaschinenoptimierung zu setzen ist der falsche Weg. Online-Texte so zu schreiben, dass sie bei Google steigen, tötet Eure Kreativität, vernichtet die Schönheit des Online-Textes und schlachtet Eure Überzeugungskraft.

Schreibt immer in erster Linie für Eure Leser und später um Eure Texte für Suchmaschinen zu optimieren.

13. Ihr behandelt Eure Web-Besucher nicht wie wilde Tiere

Behandelt Ihr Eure Web-Besucher wie wilde Tiere?

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Usability-Experte Jakob Nielsen weist darauf hin, dass Web-Besucher nach Informationen suchen wie wilde Tiere nach Futter. Eure Web-Besucher überfliegen schnell Ihre Seite, bevor sie entscheiden, ob sie bleiben oder ob sie gehen.
Wie bringt Ihr diese ‚Sehleute‘ dazu, auf Eurer Webseite zu bleiben und zu lesen?

  • Markiert eine große Idee in Eurer Überschrift.
  • Verwendet Schriftgrößen und Farben, um eine Hierarchie von Informationen zu schaffen.
  • Lockt diese ‚Überflieger‘ mit Untertiteln und einfach zu erfassenden Aufzählungspunkten.

Behandelt Eure Web-Besucher nicht mehr wie Menschen. Behandelt sie stattdessen wie wilde Tiere.

Die Wahrheit über das Schreiben verführerischer Online-Texte

Gute Online-Texte zu schreiben ist mehr als dumme Fehler zu vermeiden. Gute Online-Texte verführen Eure Leser. Wählt die richtigen Worte zu Eurem Produkt, um es erstrebenswert zu machen. Fasziniert Eure Leser mit schönen Online-Texten und lebendigen Bildern. Ermutigt Eure Leser zum Handeln.

Linkbuilding – Ein Ausblick auf das Jahr 2014

mso digital Penguin Tod

Die Penguin Updates haben ein von Google definiertes Ziel in die Tat umgesetzt: Das Abstrafen von Websites, die sich an manipulativen Linktaktiken und Linkbuilding Maßnahmen beteiligt haben. Einige schließen jetzt daraus, dass die einfachste und sicherste Antwort auf die Penguin Updates das vollständige Einstellen der Linkbuilding Aktivitäten ist. Doch das ist der falsche Ansatz. Matt Cutts selbst hat im Oktober in einem Interview mit Eric Enge (Link Building is not illegal or bad) bestätigt, dass Linkbuilding keineswegs gegen die Richtlinien verstößt. Vielmehr sind es nur bestimmte Linkbuilding Maßnahmen, die nicht akzeptiert werden und durch die Penguin Updates auch entsprechend adressiert werden.

2014 werden Links der wichtigste Part im Algorithmus bleiben

Der beste Weg, um die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu verbessern wird auch in 2014 weiterhin das Linkbuilding bleiben. Nach der aktuellsten Umfrage zu den wichtigsten Ranking Faktoren auf moz.com (Search Ranking Factors Survey Results From Moz) sind weiterhin Links der relevante Faktor, wenn es um die Verbesserung der organischen Suchergebnisse geht. Das angeführte Statement von Matt Cuts aus dem Oktober lässt aber auch noch einige weitere Implikationen zu relevanten Offpage-Faktoren in 2014 zu. Google wird immer stärker darin, Social Signals und Authority einer Website zu erkennen. In Zukunft werden diese Faktoren die SERPs immer stärker beeinflussen, aber nicht heute und vermutlich auch nicht signifikant in 2014.

Wie der Hummingbird das Linkbuilding verändert

Mit der Einführung des Knowledge Graph im Mai 2012 (Introducing the Knowledge Graph: things, not strings) begann Google damit, die Suchergebnisse mit semantisch relevanten Suchinformationen priorisiert auszuliefern. Damit konnte Google auf 500 Millionen Objekte und 3,5 Milliarden Fakten über die Beziehungen der Objekte untereinander zugreifen.
Höchstwahrscheinlich wurde der Knowledge Graph auch im Google Hummingbird Update aus dem September 2013 genutzt.

Angenommen, dies ist tatsächlich der Fall: Man könnte schlussfolgern, dass zukünftig die thematische Relevanz der Websites, die auf eine Domain verlinken, immer wichtiger wird. Gleichzeitig heißt das auch, dass der Kontext der Seite relevant ist und nicht mehr der genutzte Anchor-Text. Google verwendet hier den Satz: „Things, not Strings“. Durch die ständige Veränderung und Anpassung des Algorithmus sind Linkbuilding Maßnahmen, die in 2010 vielleicht noch funktioniert haben, plötzlich nicht mehr effektiv und können schnell in eine Penalty führen:
Folgende Maßnahmen im Linkbuilding verstoßen aktuell gegen die Google Richtlinien:

  1. Der Kauf oder der Verkauf von Links, die PageRank abgeben.
  2. Verwendung von automatisierten Programmen zur Erstellung von Links auf die eigene Website.
  3. Verlinkung einer Seite ausschließlich zum Zweck, einen eigenen Backlink zurückzuerhalten.
  4. Erstellung von Link Netzwerken.
  5. Skalierbares Artikel-Marketing und Guest Posting mit Keyword-angereicherten Anchor-Texten.
  6. Kauf von Advertorials und Artikeln, die Links enthalten, die PageRank abgeben.
  7. Erstellung und Verbreitung von Presseartikeln mit optimierten Anchor-Texten.

Was sollte also gemacht werden?

1. Die extern aufgebauten Links müssen thematisch relevant sein. Das Publikum der ausgewählten Websites sollte ein echtes Interesse an der eigenen Website besitzen.
2. Qualität schlägt Quantität: Wenige Links von qualitativ hochwertigen Websites haben deutlich mehr Einfluss auf das Ranking als eine Unmenge an minderwertigen (Spam)-Links.
3. Aufbau von qualitativ hochwertigem Content, der Leser und Benutzer der eigenen Website dazu verleitet, von sich aus einen Link auf ihrer eigenen Website zu setzen. Dadurch können natürliche – oder natürlich wirkende – Links generiert werden

Fazit

Links waren der erste große „Off Page“ Ranking Faktor, der von Suchmaschinen genutzt wurde. Und sie sind es weiterhin. Trotz der zunehmenden Offpage-Faktoren (beispielsweise Social Signals) sind Links auch in 2014 weiterhin das wichtigste externe Signal für Suchmaschinen Rankings.
Linkbuilding im Jahr 2014 wird schwierig, zeitintensiv und teuer. Trotzdem wird es notwendig, diese Zeit zu investieren: Einfache Manipulationen mit geringem Aufwand, um Top-Positionen in den SERPs zu erreichen, sind nicht mehr möglich.