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PPC News – Ein kurzes Update zu aktuellen Themen aus der PPC Welt

Autor

Henrike Dunker
Henrike Dunker
Die letzten Wochen haben wir in unseren PPC News wieder viele aktuelle Themen zu Neuerungen der Google Ads Oberfläche und Targeting sowie spannenden Produktneuheiten bei YouTube Shopping aufgegriffen. Diese Woche sprechen wir nun darüber, was sich bei diesen Themen mittlerweile getan hat und geben ein kurzes Update zum aktuellen Stand der Dinge.

Googles "FLoC" Tracking Ersatz vorerst an DSGVO gescheitert

Am 15. März berichteten wir erstmalig über Googles Privacy-First Verkündung, welche das Aus für das herkömmliche Remarketing bedeuten sollte.  Das dazu erstellte Konzept “FLoC” (Federated Learning of Cohorts) sieht vor, das Nutzer zukünftig in Gruppen ähnlicher Interessen und Merkmale zusammengefasst werden. Targeting soll nur noch nach diesen Gruppen möglich sein, sodass der einzelne Nutzer bzw. die einzelne Nutzerin in der Menge verschwindet und die Privatsphäre mehr geachtet wird. Die planmäßige Testphase ist für Anfang Q2 angedacht. Anscheinend kann dieses Konzept jedoch nicht wie geplant ausgerollt werden. Vor einer Woche erreichte uns folgende Nachricht:
Google wird seine Tracking-Alternative "FLoC" zunächst nicht in Europa einführen.
Google
Die Clusterung der Nutzer in verschiedene Kohorten könnte laut Google Probleme mit der Nutzung personenbezogener Daten und der E-Privacy Richtlinie erzeugen. Es sei nicht ganz klar, ob die Verknüpfung einer FLoC-ID mit einer Kohorte nicht schon unter die Nutzung personenbezogener Daten fällt. Zu dieser müsste aber vorab vom Nutzer bzw. von der Nutzerin konkret zugestimmt werden, was hierbei nicht der Fall wäre. Generell fehle bei der neuen Tracking-Methode die Möglichkeit einer Einwilligung der Nutzer zur Verwendung ihrer Daten. Das kann hinsichtlich der E-Privacy-Richtlinie problematisch werden.

Dies sind Themen, die Google nun vor der Umsetzung des Privacy First noch rechtlich absichern lassen muss. Diese Verzögerung kommt Kritikern dieses Cookie-losen Trackings zugute. Viele Datenschützer – u.a. auch die „EFF“ (Electronic Frontier Foundation) – kritisieren, dass persönliche Daten, wie beispielsweise Mailadressen immer noch von Websites aufgezeichnet, gespeichert und ggf. öffentlich gemacht werden. Laut der EFF ist FLoC:

“[...] im Wesentlichen ein Verhaltenskredit-Score: eine Tätowierung auf Ihrer digitalen Stirn, die eine prägnante Zusammenfassung darüber gibt, wer Sie sind, was Sie mögen, wohin Sie gehen, was Sie kaufen und mit wem Sie in Verbindung stehen.”
Electronic Frontier Foundation (EFF)
Wir sind also gespannt, was jetzt im Endeffekt hinsichtlich des Datenschutzes möglich ist und ob die Testphase doch noch planmäßig Anfang Q2 starten kann. Wir halten Dich natürlich weiter auf dem Laufenden!

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Skript zu Match Type Änderungen in Google Ads

Auch ein aktuelles Thema für alle, die regelmäßig mit Google Ads arbeiten: wie Ende Februar bereits berichtet, wird die Keyword-Option “Broad Match Modifier” bis Mitte Juli durch die Option “Phrase Match” in etwas erweiterter Funktion komplett ersetzt werden.
Langsam sind in den Konten erste Auswirkungen dieser Änderungen zu sehen. Uns ist Folgendes aufgefallen
In Konten, in denen aktuell noch keine “Phrase”-Keywords eingebucht sind, tauchen in den “Broad Match Modifier” Anzeigengruppen vermehrt “Phrase” Suchbegriffe auf. Reine “Broad Match Modifier” Suchanfragen werden weniger. In Konten, in denen bereits “Phrase”-Keywords existieren, steigt das Volumen auf diese oftmals. Im Gegenzug lässt dafür der Traffic bei “Broad-Match-Modified”-Keywords etwas nach. Gleichzeitig haben wir beobachtet, dass die CPCs durch den neuen Match Type teilweise extrem ansteigen, aber nicht zwangsweise sofort auch zu besserer Performance führen.
Die Bereinigung um den Match Type “Broad Match Modifier” soll laut Google bis Mitte Juli vollständig vollzogen sein. Bis dahin sollten in den Konten alle BMM-Keywords durch Phrase-Keywords ersetzt sein, damit der Algorithmus fortlaufend optimieren kann.
Skript zu Match Type Änderungen in Google Ads - Google Ads Konto
Quelle: Google Ads Konto

Wir sind vor kurzem auf ein Skript gestoßen, mit dem man sich einen guten Überblick über die aktuelle Match Type Verteilung im Google Ads Konto verschaffen kann. Das Skript wird einfach im jeweiligen Ads Konto hinterlegt, sodass die Match Type Daten in ein extra Spreadsheet einlaufen. Hier kannst du dann Insights zu den Anteilen der einzelnen Match Types, insbesondere den entstandenen Kosten, Klicks und Conversions der letzten 30 Tage gewinnen.


Dies kann hilfreich sein, die etwas schlechter werdende Performance durch die Phrase-Suchanfragen besser zu verstehen. Gegebenenfalls lassen sich auch so Kostenverursacher ermitteln und daraus die Notwendigkeit, Keywords langfristig umzushiften. Zusammenfassend bietet das Skript einen guten Einblick in die Keyword-Struktur des Kontos. Jemand, der auf der Suche nach einer tiefergehende Analyse der Auswirkungen dieser Match Type Änderung ist, wird hiermit nicht glücklich werden.

Auto Applied Recommendations in den Google Ads Konten

Ganz im Zuge der fortschreitenden Automatisierung möchte Google mit den Auto Applied Recommendations uns Account Managern die Arbeit erleichtern und erreichen, dass die Empfehlungen aus dem Recommendations-Tab automatisch angewendet werden. Diese Beta ist nun vereinzelt in den ersten Accounts zu sehen. Die Empfehlungen sind in drei, respektive vier Kategorien sortiert. “Gebote und Budgets”, “Keywords und Ausrichtung”, sowie “Anzeigen und Erweiterungen”. Ebenso gibt es noch “Hilfe zur Fehlerbehebung” in einigen Accounts. Die Empfehlungen finden auf Kontoebene statt und sind dann für sämtliche Kampagnen im Konto gültig.
Quelle: Google Ads Konto

Die Empfehlungen werden nicht automatisch von Google angewandt. Die auszuführenden AARs müssen vorab aktiv vom Account Manager ausgewählt werden. Grundsätzlich ist bei der Auswahl jedoch etwas Vorsicht  geboten. Auf lange Sicht möchte Google das Konto vorzugsweise komplett automatisieren, um dem Algorithmus die beste Datengrundlage zu geben. Manche Empfehlungen stehen ggf. aber nicht im Einklang mit den Zielvorgaben des Werbetreibenden. Beispielsweise können die Empfehlungen in der Kategorie “Gebote und Budgets” dazu führen, dass Google eigenständig Gebote und Gebotsstrategien verändert. Wenn der Werbetreibende jedoch ein maximalen monatlichen Ad Spend hat, der nicht überschritten werden darf oder auf ein bestimmtes Ziel optimieren will, ist diese AAR nicht optimal.  Andere Empfehlungen können wiederum auch Sinn ergeben. In der Kategorie “Keywords und Ausrichtung” kann Google einem mit den Empfehlungen “Keywords ohne Anzeigenauslieferung entfernen” und “Redundante Keywords entfernen” mühselige Arbeit in der Optimierung erleichtern. 
Insgesamt ist hier bei der Auswahl wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, was wirklich hilfreich  ist und was eher zu Problemen führen könnte.

YouTube Shopping mit Produkterkennung

Spannende Neuigkeiten gibt es auch wieder aus dem YouTube-Kosmos! Nachdem wir im letzten Monat über die Erweiterung der Videoplattform hin zum Shopping Tool berichtet haben, verkündet die Google-Tochter nun, in den USA eine automatische Produkterkennung in Videos mit Auflistung ähnlicher Artikel zu testen. Laut 9to5google.com experimentierte man zwar bereits im vergangenen Jahr mit der “Products in this Video”-Funktion, bei der man eine Übersicht der gesehenen Produkte sowie einen dazu passenden Link angezeigt bekam. In der aktuellen Testphase geht man nun aber einen Schritt weiter und will unterhalb des YouTube-Players nun auch ähnliche und verwandte Artikel anzeigen und verknüpfen, mit denen die User interagieren und länger auf der Plattform gehalten werden sollen. YouTube schließt hier wieder mit den folgenden Worten.

Testing automated list of products detected in videos: We are experimenting with a new feature that displays a list of products detected in some videos, as well as related products. The feature will appear in between the recommended videos, to viewers scrolling below the video player. The goal is to help people explore more videos and information about those products on YouTube. This feature will be visible to people watching videos in the US.
YouTube

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